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Jochewed Goldschal (geb. Jungermann)

Stolperstein Jochewed Goldschal © OTFW
VERLEGEORT
Almstadtstr. 38/39

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte

GEBOREN
1897
FLUCHT
Versteckt in Berlin überlebt
ÜBERLEBT

In der heutigen Almstadtstraße der damaligen Grenadierstraße 38/39 wohnte Jochewed Goldschal, geborene Jungermann im Jahr 1897 mit ihrem Mann Israel, geboren 1894 und den drei Kindern Betty, geboren 1921, Rosa, geboren 1923 und Avrom, geboren 1925.
Jocheweds Vater, Menachem Jungermann war ein orthodoxer Rabbiner. Die Familie lebte im Haus der Eltern Jungermann
Ihr Mann Israel Goldschal besaß eine Textilfabrik im Wedding. Im Rahmen der Nürnberger Gesetze wurde er 1937, zusammen mit vielen anderen Juden verhaftet. Er wurde in einem Prozess verurteilt und nach einer Gefängnisstrafe nach Polen abgeschoben. Seine Fabrik wurde konfisziert.
Er wurde später nach Auschwitz deportiert und kam dort ums Leben. Sein Name lässt sich dort im Archiv finden.
Der Sohn Avrom wurde ebenfalls nach Polen abgeschoben und zwar bei der sog. "Polenaktion" Oktober 1938. Sein letztes Lebenszeichen kam 1942 aus dem Zwangsarbeiterlager Rzeszow in Polen.
Die Tochter Rosa konnte im Dezember 1938 durch einen Kindertransport nach Schottland gerettet werden.
Betty konnte noch im September 1939 mit einem der letzten Flugzeuge nach Schottland fliehen.
Jochewed Goldschal selbst hat unter schwierigsten Bedingungen von 1941 bis zum Kriegsende 1945 in Berlin in verschiedenen Verstecken die Judenverfolgung überlebt.
1947 konnte sie zu ihren beiden Töchtern nach Schottland emigrieren.


Biografische Zusammenstellung

Sigrun Marks