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Gert Kahan

Stolpersteine Familie Kahan © Eric Strohmeier/ Museum Neukölln
VERLEGEORT
Hobrechtstr. 49

BEZIRK/ORTSTEIL
Neukölln – Neukölln
VERLEGEDATUM
18.09.2020

GEBOREN
25.01.1925
FLUCHT
1941 nach Palästina
ÜBERLEBT

Im Erdgeschoss des Vorderhauses in der Hobrechtstr. 49 lebte von 1929 bis 1936 das jüdische Ehepaar Wilma und Alfred Kahan mit ihrem Sohn Gert. Ab 1937 mußten sie aufgrund der anhaltenden Repressalien durch das NS-Regime und die herrschende antisemitische Gesetzgebung in die Sebastianstraße 79 in Kreuzberg umziehen. Von dort aus wurde Alfred am 22. September 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert, bevor er ab 21. Juni 1940 im KZ Dachau inhaftiert war. Dort wurde er am 12. August 1940 ermordet. Wilma wurde am 1. März 1943 nach KZ Auschwitz deportiert und ermordet.
Ihrem Sohn Gert gelang es im Februar 1941 illegal über Kroatien nach Palästina zu fliehen, dort kam er am 13. April 1941 an.


Biografische Zusammenstellung

Anna-Karin Stjernløf/ Roderick Miller

Weitere Quellen

Bundesarchiv R 1509 (1939 Volkszählung)
Gedenkbuch Berlins (FU Berlin)
Israel State Archives, 42/354-1941
Kennkarteien der Reichsvereinigung der Juden (ITS)
Das Jüdische Adreß-Buch für Großberlin 1931 (ZLB)
Die Berliner Adressbücher 1929-1937 (ZLB)