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Dr. Johannes Kreiselmaier

Fotografie von Johannes Kreiselmaier, 1936 © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Stolperstein für Johannes Kreiselmaier. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Goethestraße 3

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Zehlendorf
VERLEGEDATUM
März 2008

GEBOREN
18.02.1892 in Oberndorf (Pfalz)
BERUF
Arzt
HINGERICHTET
27.11.1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden

Geboren in Oberndorf in der Pfalz, arbeitete Dr. Johannes Kreiselmaier als Landarzt in Thüringen und in Lehnin/Brandenburg. 1938 eröffnete er eine Arztpraxis in Berlin-Zehlendorf. Zu Beginn des Krieges wurde er als Militärarzt für Blutserumsforschung eingesetzt und leitet ein Lazarett in Berlin-Charlottenburg. Gleichzeitig arbeitete er als Betriebsarzt im Teltower Dralowid-Werk.

1943 erhält er über politische Freunde Kontakt zur Widerstandsgruppe um Franz Jacob und Anton Saefkow.

Er stellte seine Praxis für illegale Besprechungen und als Quartier zur Verfügung, spendete Geld und leistete medizinische Hilfe für Zwangsarbeiter und für untergetauchte Mitstreiter der Gruppe. Er übernahm den Auftrag zur Ausarbeitung einer Denkschrift über die Seuchenbekämpfung für die Zeit nach der Zerschlagung des NS-Regimes. Am 08.07.1944 wurde er verhaftet, am 19.09.1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und im Zuchthaus Brandenburg-Görden am 27.11.1944 hingerichtet.


Biografische Zusammenstellung

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten