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Ilse Schaefer (verw. Sternberg) (geb. Hesse)

Stolperstein von Ilse Schaefer (verw. Sternberg)
Stolperstein für Ilse Schaefer (verw. Sternberg). Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Loebellstraße 6

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Zehlendorf
VERLEGEDATUM
02.07.2010

GEBOREN
14.04.1903 in Berlin
DEPORTATION
am 12.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Annemarie Charlotte Ilse Hesse kam am 14. April 1903 in Berlin als Tochter der jüdischen Wirtschafterin Lina Hesse zur Welt, der Vater soll nichtjüdisch gewesen sein.
Sie heiratete einen jüdischen Mann mit dem Familiennamen Sternberg und lebte mit ihm in Freiburg im Breisgau. Dort kam am 6. November 1925 die Tochter Bertel Brigitte zur Welt, es folgte am 23. März 1927 Marlene. In Stettin kam am 6. Juli 1930 die Tochter Karin zur Welt, dann wurde der Sohn Robin am 18. November 1934 in Hornis Cernosice, Protektorat Böhmen und Mähren geboren.
Ilses Mann starb, sie zog mit den Kindern nach Berlin. Bei der Volkszählung 1939 lebte die Familie in der Hasenheide 50.
Es gelang Ilse im Sommer 1939 alle vier Kinder mit einem Kindertransport nach England zu schicken.
Am 29. Mai 1940 heiratete sie in zweiter Ehe den Juristen Richard Joseph Schaefer, der am 4. November 1890 in Strasburg (Brodnica) Westpreußen geboren war. Er wohnte bei der Volkszählung als Untermieter in der Westfälischen Straße 30. Judis Henriette kam am 26. Dezember 1940 auf die Welt, es folgte Abel Bernhard am 6. Juli 1942.
Die Familie lebte in Charlottenburg in der Mommsenstraße 52, als sie zusammen am 12. März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert wurden.
Ilse Schaefer wurde wahrscheinlich sofort nach der Ankunft mit ihren Kindern Judis und Abel in der Gaskammer ermordet.


Biografische Zusammenstellung