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Betty Teller (geb. Rosenthal)

Stolpersteine für Wolf und Betty Teller, Gertrud Mannheim, Rosalie Hammer, Else Meyer und Lilli Verschleisser © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin
VERLEGEORT
Winsstraße 14

BEZIRK/ORTSTEIL
Pankow – Prenzlauer Berg
VERLEGEDATUM
Juni 2009

GEBOREN
29.10.1887 in Obersitzko (Posen) / Obrzycko
DEPORTATION
am 07.09.1942 nach Theresienstadt
WEITERE DEPORTATION
am 28.10.1944 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Betty Teller, geborene Rosenthal, kam am 29. Oktober 1887 in Obersitzko (heute: Obrzycko / Polen) in der damals preußischen Provinz Posen zur Welt. Mit 23 Jahren heiratete sie den Kaufmann Hugo Aron (gefallen bzw. vermisst 1918). Aus dieser ersten Ehe gingen zwei Söhne – Alfred und Kurt – hervor. Betty Aron führte ein Kolonialwarengeschäft im westpommerschen Bublitz (heute: Bobolice / Polen). Im Jahr 1926 heiratete sie den Lehrer Wolf Teller (geb. 1873) und löste ihr Geschäft auf. Auch für Wolf Teller war es die zweite Ehe, er brachte eine Tochter mit in die neue Familie. Gemeinsame Kinder hatte das Ehepaar Teller nicht. Im Jahr 1933 übersiedelte die Familie nach Mühlenbeck (Kreis Greifenhagen) und schließlich um 1936 nach Berlin. Seit 1936 oder 1937 waren Betty und Wolf Teller Hauptmieter der Wohnung in der Winsstraße 14, die zu den von der jüdischen Wohlfahrt unterhaltenen Quartieren gehörte. Laut Vermögenserklärung besaß Betty Teller ein Vermögen von 1500 RM, für dieses Geld mussten die Tellers einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für Theresienstadt abschließen. Den beiden Söhnen von Betty Teller war es gelungen, nach Palästina auszuwandern; die Tochter von Wolf Teller war in die USA emigriert. Am 7. September 1942 wurden Betty Teller und ihr Mann, der sich zu dieser Zeit bereits in Ruhestand befand, nach Theresienstadt deportiert. Von dort brachte man sie am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz, wo sie „gesondert untergebracht“, das heißt getötet wurden.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Ramona Saavedra Santis