Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Abraham Edelstein

Stolperstein für Abraham Edelstein. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Oranienstr. 198

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Kreuzberg

GEBOREN
14.05.1894 in Warszawa (Russisches Reich) / dt. Warschau
DEPORTATION
am 03.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Abraham Edelstein wurde am 14. Mai 1894 in Warschau (damals: Russisches Reich, heute: Polen) geboren. Von Beruf war er Schuhmacher. Wann er seine Ehefrau Bertha, geb. Gutwachs, kennenlernte, ist nicht bekannt. Beide waren gläubige Juden.

Die erste gemeinsame Tochter Rosa wurde 1919 in Warschau geboren. Das zweite Kind, Benno Edelstein, kam 1921 in Osterode im Harz zur Welt. Kurz darauf zog die Familie wohl nach Berlin, wo die beiden jüngsten Kinder, Günther (geb. am 3. Juni 1926) und Erna (geb. am 7. März 1935), zur Welt kamen. Den älteren Geschwistern Rosa und Benno gelang die Emigration. So überlebten sie die nationalsozialistische Verfolgung.

Ab 1938 wohnte die Familie in der Kreuzberger Oranienstraße 198 im 3. Stock des Hinterhauses. Zu viert teilten sie sich eine 1 ½-Zimmer-Wohnung. Das Haus hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine jüdische Besitzerin; 1939 wurde es allerdings „arisiert“ und ging in den Besitz eines nichtjüdischen Gastwirts über.

Gemeinsam mit Ehefrau Bertha und der erst siebenjährigen Tochter Erna wurde Abraham Edelstein am 3. März 1943 im Zuge der „Fabrikaktion“ mit dem 33. „Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Bis zuletzt leistete er wahrscheinlich Zwangsarbeit – wo, ist nicht bekannt. Abraham Edelsteins Sohn Günther, der seinerseits Zwangsarbeiter beim Reichsdeutschen Blindenverband war, wurde bereits einen Tag vor seinen Eltern und seiner kleinen Schwester mit dem 32. „Osttransport“ nach Auschwitz verschleppt. Keines der deportierten Mitglieder der Familie Edelstein überlebte das Vernichtungslager. Das genaue Todesdatum Abraham Edelsteins ist unbekannt.


Biografische Zusammenstellung

Text basiert auf den Recherchen im Rahmen der Ausstellung „Juden in Kreuzberg“ (1991) am Kreuzberg Museum; Autorin: Lorraine Bluche