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Kurt Sultan

Stolperstein für Kurt Sultan. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Oranienstraße 66

BEZIRK/ORTSTEIL
Friedrichshain-Kreuzberg – Kreuzberg

GEBOREN
23.11.1882 in Rosenberg in Westpreußen / Susz
ZWANGSARBEIT
bei
Otto Weidt, Blindenwerkstatt (Schutz vor Deportation)
DEPORTATION
am 12.01.1943 von Moabit nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Kurt Sultan wurde am 23. November 1882 im westpreußischen Rosenberg (heute Susz) geboren. 1939 wohnte der blinde Kurt Sultan zusammen mit seinem Vater Samuel und seinen beiden jüngeren Schwestern Gertrud und Käthe in der Oranienstraße 66 in Berlin-Kreuzberg. Er arbeitete in der Blindenwerkstatt von Otto Weidt und erhielt als Wochenlohn etwa 14 Reichsmark. Die Monatsmiete der Drei-Zimmer-Wohnung betrug 55 Reichsmark.

Am 10. September 1942 wurde der Vater Samuel Sultan mit 87 Jahren in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach zwölf Tagen starb er. Kurze Zeit später wurde durch eine Verfügung der Gestapo das gesamte Vermögen von Kurt Sultan „zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen“. Am 23. November 1942 musste er eine Vermögenserklärung ausfüllen, am 12. Januar 1943 wurde er nach Auschwitz-Birkenau verschleppt und dort ermordet. Einen Monat später, am 19. Februar 1943, wurden auch seine beiden Schwestern Gertrud und Käthe deportiert und ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt