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Heinrich Benjamin Kristeller

Foto:Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
VERLEGEORT
Augsburger Str. 27

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
19.10.2009

GEBOREN
30.04.1871 in Berlin
DEPORTATION
am 14.09.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
03.12.1942 im Ghetto Theresienstadt

Heinrich Benjamin Kristeller wurde am 30. April 1871 in Berlin geboren. Er war als Kaufmann in das Adressbuch eingetragen, zuvor als Fabrikant. Mit Alfred Einzig war er seit 1921persönlich haftender Gesellschafter der Littauer & Boysen Luxus–Papier-Fabrik, die hochwertige Glückwunschkarten, Plakate und Oplaten herstellte. Die Fabrik befand sich in der Skalitzer Straße 104. Der ebenfalls jüdische Alfred Einzig setzte 1935 seinem Leben ein Ende. Ohnehin war die große Zeit der Luxuspapiere schon vorbei gewesen. Es ist zu vermuten, dass Heinrich Kristeller danach die im Handelsregister stehende Lederhandlung an der Waldstrasse 4 im Stadtbezirk Tiergarten besaß, die 1909 gegründet und 1938 liquidiert wurde. Als „letzten Wohnort“ registrierte die Meldebehörde die Rankestraße 23, wohin Kristellers vermutlich zwangsweise umgesiedelt worden sind. Vorher hatten sie schon lange Zeit in der Augsburger Straße 45 gewohnt, jedenfalls waren sie schon 1931 dort gemeldet.


Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf