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Frieda Mansbach

Frieda Mansbach © OTFW
VERLEGEORT
Steinstr. 5

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte
VERLEGEDATUM
November 2008

GEBOREN
21.06.1909 in Niedenstein
DEPORTATION
am 06.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Frieda Mansbach wurde am 21. Juni 1909 in Niedenstein geboren. Sie wohnte Mitte der 1930er Jahre in der Steinstraße 7 (heute die Hausnummer 5) mit der Familie ihres Bruders Julius. In der Eineinhalbzimmerwohnung lebten außer Frieda und Julius Mansbach (geb. 1905 in Niedenstein), dessen Frau Selma, geb. Fuhrmann (1911 in Berlin geboren) und seit ihrer Geburt am 7. Juli 1936 ihre Tochter Bronka. Selma arbeitet als Hausgehilfin in der Schönhauser Allee 164. Wahrscheinlich handelte es sich um Zwangsarbeit. Dafür spricht der geringe Lohn von 45 Reichsmark im Monat. Frieda leistete Zwangsarbeit bei IG Farben in Berlin-Lichtenberg. Die Vermögenserklärung für Selma, Bronka und Frieda wurden am 5. März 1943 ausgefüllt und unterzeichnet. Sie diente der Einziehung des Vermögens der Familie. Die Verfügung der Beschlagnahmung wurde einen Tag später zugestellt. Da befanden sich die Familienmitglieder bereits im Sammellager in der Große Hamburger Str. 26. Julius Mansbach wurde am 1. März 1943 im Rahmen der Fabrik-Aktion mit dem 31. Osttransport nach Auschwitz deportiert und ermordet. Selma, Bronka und Frieda wurden fünf Tage später mit dem 35. Osttransport vom 6. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Von den 482 deportierten Frauen und Kindern dieses Transports wurden 417 unmittelbar nach Ankunft in Auschwitz-Birkenau ermordet, darunter wohl auch die Mitglieder der Familie Mansbach. Sie gehörten jedenfalls bei der Befreiung des Konzentrationslagers 1945 nicht zu den wenigen Überlebenden. Bronka war zum Zeitpunkt der Deportation sechs Jahre alt.


Biografische Zusammenstellung

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten