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Alfred Auerbach

Stolperstein für Alfred Auerbach. Copyright: MTS
VERLEGEORT
Treuchtlinger Str. 8

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
06.09.2012

GEBOREN
21.07.1896 in Berlin
BERUF
Kaufmann
ZWANGSARBEIT
Arbeiter
bei
der Deutschen Reichsbahn
DEPORTATION
am 29.01.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Alfred Auerbach wurde am 21. Juli 1896 in Berlin geboren. Er hatte einen Zwillingsbruder namens Hans und vermutlich weitere Geschwister. Seine Eltern, Julie geb. Schwarz und Heinrich Auerbach, besaßen eine kleine Zigarettenfabrik in der Leipziger Straße 130. Die Familie wohnte zunächst in der Friedrichstraße 134, später in Schöneberg in der Haberlandstraße 3 (seit 1938 Treuchtlinger Straße 8).
1924 starb Alfred Auierbachs Vater. Die Zwillingsbrüder blieben unverheiratet und lebten weiter mit ihrer Mutter in der elterlichen Wohnung. Möglicherweise übernahmen sie nach dem Tod ihrer Vaters noch für einige Jahre die Firma.
1941 mussten die Auerbachs ihre Wohnung in der Treuchtlnger Straße aufgeben. Alfred und Hans Auerbach wohnten anschließend zur Untermiete bei Siegfried Schachian in der Heilbronner Straße 22, ihre Mutter nicht weit entfernt in der Motzstraße.
Wie die meisten Berliner Juden wurde auch Alfred Auerbach zur Zwangsarbeit herangezogen und musste am Anhalter Güterbahnhof für die Deutsche Reichsbahn arbeiten. Am 12. Januar 1943 musste er eine Vermögenserklärung ausfüllen. Die Zigarettenfabrik hatte die Familie zu diesem Zeitpunkt bereits verloren, sie besaßen kaum noch etwas. Kurz darauf wurden Alfred und Hans Auerbach von der Gestapo verhaftet und in das Sammellager in der Großen Hamburger Stgraße 26 gebracht. Hier teilte ihnen ein Gerichtsvollzieher mit, dass ihre letzte Habe beschlagnahmt worden sei.
Am 29 Januer deportierten Angehörige des Reichsicherheitshauptamtes Alfred Auerbach zusammen mit seinem Bruder in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Der Deportationszug verließ den Güterbahnhof Berlin-Moabit am Nachmittag des 29. Januar und erreichte Auschwitz am nächsten Vormittag. Von den 1004 Personen, die sich in dem Zug befanden, wurden bei der Selektion auf der "alten Judenrampe" von Birkenau 140 Männer und Frauen als Häftlinge in das Lager eingewiesen, alle anderen wurden sofort in die Gaskammern gebracht und dort mit Zykon B vrgiftet. Die beiden Brüder kehrten nie zurück. Die Umstände ihres Todes sind nicht bekannt.


Biografische Zusammenstellung

Uta Fröhlch auf der Grundlage wesentlicher Vorarbeiten von Hannelore Emmerich

Weitere Quellen

Recherchen der Paten