Alexander Carsch

Verlegeort
Georg-Wilhelm-Str. 5
Bezirk/Ortsteil
Halensee
Verlegedatum
17. Juli 2007
Geboren
28. März 1913
Deportation
am 28. Juni 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Foto:B.Plewa
    Foto:B.Plewa

    Foto:B.Plewa

Alexander Carsch wurde am 28. März 1913 in Berlin geboren. Er war der Sohn des Kunstmalers und Graphikers Leopold Carsch (geb. am 9. August 1874 in Essen). Leopold war vier Mal verheiratet mit Toni, geb. Wronsky, Alice, geb. Borchardt, Lydia, geb. Voigt und Ellen Waldeck, geb. Rosenberg.<br />
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Aus der ersten Ehe mit Toni, geb. Wronsky geht ein Sohn Hellmuth hervor, der nach der Scheidung beim Vater bleibt. Aus der zweiten Ehe mit Alice, geb. Borchardt, stammt das Zwillingspaar Alexander und Leonore. Die Ehe mit Alice wurde 1920 geschieden. Die Zwillinge blieben bei der Mutter, die nach der Trennung eine Wohnung in der Georg-Wilhelmstr. 5 in Wilmersdorf bezog.<br />
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Der evangelisch getaufte Alexander galt nach den „Nürnberger Rassegesetzen“ - ebenso wie seine Schwester - als Halbjude. Er wurde zusammen mit Leonore am 28. Juni 1943 nach Auschwitz deportiert, wo Alexander ermordet wurde.<br />
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Leonore wurde am am 16. Spetember 1943 in das KZ Ravensbrück überstellt und 1945 aus der KZ-Haft befreit. Leonore und ihre Mutter Alice emigrieren 1947 nach New York. Die Mutter Alice schreibt in New York ihre Erinnerungen für die Tochter. Alice stirbt 1972, Leonore 1976 in den USA. Für Alexander Carsch gibt es ein Gedenkblatt, ausgefüllt von der Urenkelin (Yad Vashem, The Central Database of Shoah Victim's Names).<br />
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Alexanders Vater Leopold Carsch wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert, wo er 12 Tage später am 29. März 1943 ermordet wurde.

Alexander Carsch wurde am 28. März 1913 in Berlin geboren. Er war der Sohn des Kunstmalers und Graphikers Leopold Carsch (geb. am 9. August 1874 in Essen). Leopold war vier Mal verheiratet mit Toni, geb. Wronsky, Alice, geb. Borchardt, Lydia, geb. Voigt und Ellen Waldeck, geb. Rosenberg.

Aus der ersten Ehe mit Toni, geb. Wronsky geht ein Sohn Hellmuth hervor, der nach der Scheidung beim Vater bleibt. Aus der zweiten Ehe mit Alice, geb. Borchardt, stammt das Zwillingspaar Alexander und Leonore. Die Ehe mit Alice wurde 1920 geschieden. Die Zwillinge blieben bei der Mutter, die nach der Trennung eine Wohnung in der Georg-Wilhelmstr. 5 in Wilmersdorf bezog.

Der evangelisch getaufte Alexander galt nach den „Nürnberger Rassegesetzen“ - ebenso wie seine Schwester - als Halbjude. Er wurde zusammen mit Leonore am 28. Juni 1943 nach Auschwitz deportiert, wo Alexander ermordet wurde.

Leonore wurde am am 16. Spetember 1943 in das KZ Ravensbrück überstellt und 1945 aus der KZ-Haft befreit. Leonore und ihre Mutter Alice emigrieren 1947 nach New York. Die Mutter Alice schreibt in New York ihre Erinnerungen für die Tochter. Alice stirbt 1972, Leonore 1976 in den USA. Für Alexander Carsch gibt es ein Gedenkblatt, ausgefüllt von der Urenkelin (Yad Vashem, The Central Database of Shoah Victim's Names).

Alexanders Vater Leopold Carsch wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert, wo er 12 Tage später am 29. März 1943 ermordet wurde.