Rita Hinkelmann

Verlegeort
Schieritzstr. 34
Historischer Name
Zeebrücker Str. 34
Bezirk/Ortsteil
Prenzlauer Berg
Geboren
02. April 1935
Überlebt
  • Stolperstein Rita Hinkelmann © OTFW
    Stolperstein Rita Hinkelmann © OTFW

    Stolperstein Rita Hinkelmann © OTFW

Rita Hinkelmann kam am 2. April 1935 als Tochter des Friseurs Gerhard Hinkelmann und dessen Ehefrau Hildegard, geborene Link, zur Welt. Die Familie wohnte bei den Großeltern mütterlicherseits Simon und Malwine Link in der Zeebrüggestraße 34 (heute Schieritzstraße 34) im Prenzlauer Berg. <br />
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Im September des gleichen Jahres propagierten die Nazis ihre „Nürnberger Rassegesetze“ nach denen Hildegard nun als Jüdin galt, die in einer „Mischehe“ mit dem Protestanten Gerhard lebte und deren Tochter Rita als „Halbjüdin“ in den Folgejahren ebenfalls Repressalien und Ausgrenzungen ausgesetzt war. <br />
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Da der Vater Gerhard dem sicher auf ihn ausgeübten Druck widerstand und sich nicht von seiner Ehefrau scheiden ließ, entgingen Rita und ihre Mutter den ab 1941 von den Nazis betriebenen Deportationen und der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. <br />
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Die Familie Hinkelmann blieb auch nach der im Oktober 1942 erfolgten Deportation der Großeltern Simon und Malwine Link ins Ghetto Theresienstadt in der Zeebrüggestraße wohnen.<br />
Ritas Vater wurde – vermutlich wegen seiner Weigerung, sich scheiden zu lassen – ins berüchtigte Strafbataillon 999 in den Kriegsdienst eingezogen. <br />
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Hildegard und Rita mussten noch in den letzten Kriegsmonaten aus ihrer Wohnung in der Zeebrüggestraße ausziehen, konnten aber trotz aller Schikanen der Nachbarn überleben und nach Kriegsende in ihre Wohnung zurückkehren. <br />
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Dort warteten sie auf die Rückkehr ihrer verschleppten Familienangehörigen. Nur zwei von ihnen gelang es, den Nazi-Terror zu überleben – Ritas Vater Gerhard und ihr Onkel Siegfried, der Bruder ihrer Mutter, kamen zurück.

Rita Hinkelmann kam am 2. April 1935 als Tochter des Friseurs Gerhard Hinkelmann und dessen Ehefrau Hildegard, geborene Link, zur Welt. Die Familie wohnte bei den Großeltern mütterlicherseits Simon und Malwine Link in der Zeebrüggestraße 34 (heute Schieritzstraße 34) im Prenzlauer Berg.

Im September des gleichen Jahres propagierten die Nazis ihre „Nürnberger Rassegesetze“ nach denen Hildegard nun als Jüdin galt, die in einer „Mischehe“ mit dem Protestanten Gerhard lebte und deren Tochter Rita als „Halbjüdin“ in den Folgejahren ebenfalls Repressalien und Ausgrenzungen ausgesetzt war.

Da der Vater Gerhard dem sicher auf ihn ausgeübten Druck widerstand und sich nicht von seiner Ehefrau scheiden ließ, entgingen Rita und ihre Mutter den ab 1941 von den Nazis betriebenen Deportationen und der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.

Die Familie Hinkelmann blieb auch nach der im Oktober 1942 erfolgten Deportation der Großeltern Simon und Malwine Link ins Ghetto Theresienstadt in der Zeebrüggestraße wohnen.
Ritas Vater wurde – vermutlich wegen seiner Weigerung, sich scheiden zu lassen – ins berüchtigte Strafbataillon 999 in den Kriegsdienst eingezogen.

Hildegard und Rita mussten noch in den letzten Kriegsmonaten aus ihrer Wohnung in der Zeebrüggestraße ausziehen, konnten aber trotz aller Schikanen der Nachbarn überleben und nach Kriegsende in ihre Wohnung zurückkehren.

Dort warteten sie auf die Rückkehr ihrer verschleppten Familienangehörigen. Nur zwei von ihnen gelang es, den Nazi-Terror zu überleben – Ritas Vater Gerhard und ihr Onkel Siegfried, der Bruder ihrer Mutter, kamen zurück.