Hermann Gerber

Verlegeort
Wilskistraße 52 b
Bezirk/Ortsteil
Zehlendorf
Verlegedatum
02. November 2014
Geboren
01. Juni 1877
Inhaftiert (t.b.d.)
29. November 1938 11. Juli 1942 in Buchenwald
Flucht in den Tod
11. Juli 1942 im Konzentrationslager Buchenwald
  • Hermann Gerber © OTFW
    Hermann Gerber © OTFW

    Hermann Gerber © OTFW

Hermann Gerber wurde am 1. Juni 1877 in Schwetz an der Weichsel in Westpreußen geboren.<br />
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Er war Kaufmann und seit 1934 Eigentümer des Hauses in der heutigen Wilskistraße 52b. Von 1927 bis zur Umbenennung 1934 hieß die Straße Schlieffenstraße.<br />
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Im jüdischen Adressbuch von 1931 sind zwei Hermann Gerber zu finden, die wir aber nicht zuordnen können.<br />
<br />
Hermann Gerber war, zumindest nach der nationalsozialistischen Anschauung, Jude, denn 1940 wird der Adressbucheintrag um den Zwangsvornamen „Israel“ erweitert.<br />
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!941 wird der Eintrag erweitert um Gerber, F. Sara, zu der wir keine Erkenntnisse haben, daher können wir für sie auch keinen Stolperstein verlegen.<br />
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Ab 1942 ist kein Eigentümereintrag vorhanden.<br />
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Am 29. November 1938 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Offenbar wurde er unter ungeklärten Umständen wieder entlassen, dazu gibt es keine Unterlagen.<br />
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Aus den Akten des Bundesarchivs wissen wir, dass Hermann Gerber aus seinem Haus vertrieben wurde und mindestens ab Juli 1942 in einer offensichtlichen „Judenwohnung“ in Schöneberg, Bozener Straße 3 bei Scheuner untergebracht wurde.<br />
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Unter dem Eindruck dieser Repressalien und wahrscheinlich der Ankündigung der Deportation, nahm sich Hermann Gerber mit 65 Jahren am 11. Juli 1942 das Leben.

Hermann Gerber wurde am 1. Juni 1877 in Schwetz an der Weichsel in Westpreußen geboren.

Er war Kaufmann und seit 1934 Eigentümer des Hauses in der heutigen Wilskistraße 52b. Von 1927 bis zur Umbenennung 1934 hieß die Straße Schlieffenstraße.

Im jüdischen Adressbuch von 1931 sind zwei Hermann Gerber zu finden, die wir aber nicht zuordnen können.

Hermann Gerber war, zumindest nach der nationalsozialistischen Anschauung, Jude, denn 1940 wird der Adressbucheintrag um den Zwangsvornamen „Israel“ erweitert.

!941 wird der Eintrag erweitert um Gerber, F. Sara, zu der wir keine Erkenntnisse haben, daher können wir für sie auch keinen Stolperstein verlegen.

Ab 1942 ist kein Eigentümereintrag vorhanden.

Am 29. November 1938 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Offenbar wurde er unter ungeklärten Umständen wieder entlassen, dazu gibt es keine Unterlagen.

Aus den Akten des Bundesarchivs wissen wir, dass Hermann Gerber aus seinem Haus vertrieben wurde und mindestens ab Juli 1942 in einer offensichtlichen „Judenwohnung“ in Schöneberg, Bozener Straße 3 bei Scheuner untergebracht wurde.

Unter dem Eindruck dieser Repressalien und wahrscheinlich der Ankündigung der Deportation, nahm sich Hermann Gerber mit 65 Jahren am 11. Juli 1942 das Leben.