Anna Glogauer geb. Meyer

Verlegeort
Württembergische Str. 40
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
01. Oktober 2010
Geboren
14. Februar 1888
Deportation
am 13. Juni 1942 nach Sobibór
Ermordet
  • Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
    Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf

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Anna Glogauer geb. Meyer, geboren am 14. Februar 1888 in Berlin war mit Benno Glogauer, geb. am 30. Dezember 1877 in Lissa (Lészno) in der Provinz Posen (Poznan), verheiratet. Im Berliner Adressbuch ließ er sich als Kaufmann eintragen. Er handelte mit Pelz- und Rauchwaren, die 1926 gegründete Firma in der Schützenstraße 15 in Mitte, später in der Kommandantenstraße 84 in Kreuzberg wurde 1941 enteignet.<br />
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Auszug aus dem Branchenbuch 1929:<br />
Benno Glogauer, SW 68, Schützenstr. 15-1/T. Dönh. 8177<br />
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Die Familie war begütert und die Geschäfte liefen gut, Glogauers konnten sich leisten, im großbürgerlichen Stil der damaligen Zeit zu leben. Bis ihnen systematisch ihr Eigentum von den Nationalsozialisten genommen wurde – und am Ende ihr Leben.<br />
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Die Eheleute, die ihren Kindern Ernst und Hilde noch rechtzeitig zur Flucht verholfen hatten, sich selbst aber nicht mehr retten konnten, wurden am 13. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor in Polen deportiert und dort ermordet. 748 Berliner Juden waren mit diesem Zug abtranspotiert worden, weitere etwa 250 bis 280 aus Potsdam.<br />
<br />
Die Kinder Ernesto (Ernst) Glogauer aus Bogotá (Columbien) und Hilde Masé geb. Glogauer aus Marseille (Frankreich) stellten 1955 Wiedergutmachungsanträge für Gold, Silber und Schmuck, die Wohnungseinrichtung ihrer Eltern und ein Guthaben bei der Deutschen Bank sowie für die Betriebseinrichtung und das Warenlager der Großhandelsfirma Bruno Glogauers. <br />

Anna Glogauer geb. Meyer, geboren am 14. Februar 1888 in Berlin war mit Benno Glogauer, geb. am 30. Dezember 1877 in Lissa (Lészno) in der Provinz Posen (Poznan), verheiratet. Im Berliner Adressbuch ließ er sich als Kaufmann eintragen. Er handelte mit Pelz- und Rauchwaren, die 1926 gegründete Firma in der Schützenstraße 15 in Mitte, später in der Kommandantenstraße 84 in Kreuzberg wurde 1941 enteignet.

Auszug aus dem Branchenbuch 1929:
Benno Glogauer, SW 68, Schützenstr. 15-1/T. Dönh. 8177

Die Familie war begütert und die Geschäfte liefen gut, Glogauers konnten sich leisten, im großbürgerlichen Stil der damaligen Zeit zu leben. Bis ihnen systematisch ihr Eigentum von den Nationalsozialisten genommen wurde – und am Ende ihr Leben.

Die Eheleute, die ihren Kindern Ernst und Hilde noch rechtzeitig zur Flucht verholfen hatten, sich selbst aber nicht mehr retten konnten, wurden am 13. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor in Polen deportiert und dort ermordet. 748 Berliner Juden waren mit diesem Zug abtranspotiert worden, weitere etwa 250 bis 280 aus Potsdam.

Die Kinder Ernesto (Ernst) Glogauer aus Bogotá (Columbien) und Hilde Masé geb. Glogauer aus Marseille (Frankreich) stellten 1955 Wiedergutmachungsanträge für Gold, Silber und Schmuck, die Wohnungseinrichtung ihrer Eltern und ein Guthaben bei der Deutschen Bank sowie für die Betriebseinrichtung und das Warenlager der Großhandelsfirma Bruno Glogauers.