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Regina Sandmann (born Grün)

Stolperstein Regina Sandmann Bild: Stolpersteine-Initiative CW, H.-J. Hupka
LOCATION
Pariser Str. 11

DISTRICT
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
STONE WAS LAID
06/22/2014

BORN
04/12/1887 in Berlin
DEPORTATION
on the 3rd of February 1943 to Auschwitz
MURDERED
in Auschwitz

Regina Sandmann wurde am 12. April 1887 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Josef und Rebecca Grün. Die Familie wohnte in der Brunnenstraße 1-2. Ob Regina noch Geschwister hatte, ist nicht bekannt. Am 27. Januar 1910 heiratete sie den Vertreter für Lederwaren Hermann Sandmann. Noch im selben Jahr, am 7. November, brachte sie die Tochter Ruth zur Welt und 10 Jahre danach den Sohn Hans.

Die Familie lebte in Prenzlauer Berg in der Raabestraße 12, bis ihr Mann seine Anstellung verlor. Sie mussten die große Wohnung verlassen und zogen in die Pariser Straße 11. Dieses geschah 1937.

Die Tochter Ruth arbeitete bei der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“. Sie war mit dem selbstständigen Bankkaufmann Ralph Biesenthal verheiratet. Ralph verlor ebenfalls seine Stellung und gab in seiner Vermögenserklärung als Beruf „Hilfsarbeiter“ bei der Firma Hagenuk an. 1939 zog Ruth zu ihren Eltern; im Berliner Adressbuch war ihr Name in der Pariser Straße 11 mit dem Zusatz „Telefonistin“ eingetragen. Seit März 1942 lebte nach eigenen Angaben ihr Ehemann Ralph auch in dieser Wohnung. Möglicherweise war das Ehepaar bis dahin getrennt gewesen. Die fünf Personen drängten sich in einer kleinen, mit Möbeln vollgestellten 3-Zimmerwohnung im Gartenhaus zusammen.

Sie mussten ertragen, wie Hermann Sandmann von der Gestapo verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurde. Vier Monate nach dessen Tod wurde Regina Sandmann zusammen mit ihrem Sohn Hans nach Auschwitz deportiert. Am 3. Februar 1943 wurden insgesamt 952 Menschen in einen Zug gepfercht und vermutlich sofort nach Ankunft im Vernichtungslager ermordet.

Ruth und Ralph waren 4 Tage zuvor, am 29. Januar, abgeholt, nach Auschwitz deportiert und dort am 16. Februar ermordet worden. Aus der Familie Biesenthal konnte nur Ralphs Schwester Ruth ihr Leben retten. Sie emigrierte nach England. Ralphs Eltern Martha und Georg wurden im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert. Georg kam dort ums Leben, seine Frau Martha wurde 1944 nach Auschwitz verbracht und dort ermordet.


Biographical Compilation

Karin Sievert

Additional Sources

Archiv Gedenkstätte Sachsenhausen
https://de.wikipedia.org/wiki/Walte...