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Martin Lehmann

Martin Lehmann © OTFW
VERLEGEORT
Liebenwalder Straße 16

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Wedding

GEBOREN
26.09.1934 in Berlin
DEPORTATION
am 06.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Die Familie Lehmann lebte seit 1938 in der Liebenwalder Straße 16 im Wedding.

Martin Lehmann kam am 26. September 1934 als zweiter Sohn von Siegbert Lehmann und seiner Frau Hulda, geb. Guttmann, in Berlin zur Welt. Sein älterer Bruder Martin war vier Jahre älter als er.

Sein Vater Siegbert Lehmann musste Zwangsarbeit bei den Siemens-Schuckert-Werken leisten; am 1. März 1943 wurde er mit dem 31. „Osttransport“ im Zuge der „Fabrik-Aktion“ nach Auschwitz deportiert und ermordet. Seine Mutter arbeitete als Näherin bei der Transportgruppe Traditionelle Zeugmeisterei in der Lützowstr. 10. Zusammen mit ihren Söhnen wurde sie am 6. März 1943 mit dem „35. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert und umgebracht. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder 12. und 8 Jahre alt.

Laut den Vermögensunterlagen lebte noch Jakob Guttmann – vermutlich der Bruder von Hulda Lehmann – als Untermieter in derselben Wohnung. Sein Schicksal ist nicht geklärt.


Biografische Zusammenstellung

Bürgerverein Luisenstadt e. V.