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Edwin Rewald

Edwin Rewald (1916), Quelle: Privat
Stolperstein für Edwin Rewald. Foto: OTFW.
VERLEGEORT
Augustastr. 37

BEZIRK/ORTSTEIL
Steglitz-Zehlendorf – Lichterfelde
VERLEGEDATUM
15.05.2006

GEBOREN
31.07.1897 in Berlin
ERMORDET
08.01.1944 in Auschwitz

Edwin Rewald wurde am 31. Juli 1897 als zweites Kind von Adolf und Tillie Rewald geboren. Er hatte eine ältere Schwester, die 1894 geborene Viola. Die Familie lebte in Berlin, zunächst in Berlin-Lichterfelde. Adolf Rewald war selbständiger Immobilienmakler und brachte es zu einigem Wohlstand. Edwin heiratete in erster Ehe Edith Conitzer. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Heiner (geboren 1925) und Annette hervor. Ende der 1920er Jahre wurden Edwin und Edith geschieden. Edith wanderte später mit ihren Kindern nach Südamerika aus und heiratete wieder. Heiner und Annette leben heute noch in Mar del Plata bzw. Buenos Aires, Argentinien.

Wohl im Jahre 1932 heiratete Edwin die nichtjüdische Charlotte Schwedt; 1934 kam die Tochter Katrin zur Welt. Im November 1938 fuhr Charlotte nach Amerika, um Vorbereitungen für die Auswanderung zu treffen. Sie erlangte dort Affidavits für Edwin, sich selbst und „Baby Katrin“, wie es auf dem Dokument geheißen haben soll. Edwin konnte sich jedoch nicht zur Emigration entschließen, obwohl er als Zwangsarbeiter verpflichtet war und ihm das Konzentrationslager und damit der Tod drohten – denn die Ehe mit Charlotte wurde geschieden. Jedenfalls zeitweise fand Edwin im Haus seiner Schwiegereltern Schwedt im Zikadenweg in Eichkamp Unterschlupf. Unter Umständen, die nicht bekannt sind, wurde er jedoch aufgespürt und in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht, wo er am 8. Januar 1944 umgebracht wurde.

Edwins Eltern Tillie und Adolf wurden am 12. Juni 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht und starben dort kurze Zeit nach ihrer Ankunft: Tillie noch im Juni 1942, Adolf im September 1942.


Biografische Zusammenstellung

Susanne Tiedchen, Enkeltochter