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Scheindel Monk

Scheindel Monk © OTFW
VERLEGEORT
Rückerstr. 1

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Mitte

GEBOREN
03.04.1897 in Warszawa (Russisches Reich) / dt. Warschau
DEPORTATION
am 15.08.1942 nach Riga
ERMORDET

Die Geschwister Monk wohnten zusammen mit 14 anderen jüdischen Bürgern in der Rückerstr. 1 (Aufgang D, Hof II) in Berlin-Mitte. Die Älteste der Geschwister, Scheindel Monk, wurde am 3. April 1897 in Warschau geboren. Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Chana wurde ebenfalls in Warschau geboren, die Jüngste, Zippa, kam 1908 in Berlin zur Welt. Schon 1907 bezog die Familie Monk die 2-Zimmer-Wohnung (Stube, Kammer, Küche) in der Rückerstr. 1 (Aufgang D, Hof II). Die Eltern der Geschwister Monk starben schon vor der Deportation der Schwestern. Zwei Brüder konnten emigrieren, einer nach Buenos Aires und der andere nach Frankreich.

Über die beiden Brüder sowie über die Eltern sind uns bisher keine weiteren Angaben bekannt. Chana Monk kümmerte sich nach dem Tod der Eltern um ihre beiden Schwestern. Sie arbeitete in einer Zigarettenfabrik in Pankow. Chana leistete auch Nachbarschaftshilfe bei Bertha Herbst, einer im Vorderhaus lebenden Frau, die noch im Alter von 85 Jahren deportiert wurde. Scheindel Monk war arbeitsunfähig, da sie rechtsseitig gelähmt war, und wurde von der jüdischen Wohlfahrt unterstützt. Sie hat nie lesen und schreiben gelernt.

Die Schwestern wurden am 15. August 1942 mit dem „18. Osttransport“ nach Riga deportiert und gelten seither als verschollen.


Biografische Zusammenstellung

Bürgerverein Luisenstadt e. V: