Hedwig Braun geb. Kroh

Verlegeort
Bochumer Str. 14
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
2011
Geboren
27. April 1866
Deportation
am 17. März 1943 nach Theresienstadt
Tot
09. September 1943
  • Stolperstein für Hedwig Braun.
    Stolperstein für Hedwig Braun. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Hedwig Braun. Foto: OTFW.

Hedwig Braun wurde als Hedwig Kroh am 27. April 1866 in Schwersenz (heute: Swarzędz / Polen), einer Kleinstadt in der Nähe von Posen (Poznań) geboren. Ihr Geburtsname wird in manchen Quellen abweichend mit Kirch angegeben. Hedwig Brauns Ehemann war wie sie jüdisch, sonst ist nichts über ihn bekannt. Die beiden Söhne des Ehepaars kamen in Posen zur Welt, Georg Ende Dezember 1886, Leo Friedrich im Sommer 1888.<br />
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Wann Hedwig Braun nach Berlin kam, ist nicht bekannt. In den 1930er-Jahren lebte sie, inzwischen verwitwet, in Berlin-Tiergarten (heute Moabit). Mit ihrem Sohn Leo, einem gelernten Spediteur, bewohnte sie dort eine 3½ -Zimmer-Wohnung in der Bochumer Straße 14. Nachdem Leo am 29. Mai 1939 nach Shanghai emigriert war, zog Hedwig Braun zu ihrem älteren Sohn Georg in die Droysenstraße 15 nach Charlottenburg. Georg Braun hatte in München Medizin studiert und praktizierte bis zum Berufsverbot für jüdische Ärzt_innen in Charlottenburg.<br />
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Hedwig Braun war 76 Jahre alt, als sie am 17. März 1943 mit dem „4. großen Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert wurde. Nach knapp sechs Monaten kam sie dort am 8. oder 9. September 1943 ums Leben. An ihrer Beerdigung, die am 10. September 1943 im Ghetto Theresienstadt stattfand, nahmen ihre Nichte Erna Bejach (geb. Spritz) sowie deren Mann Alwin Bejach teil, die zusammen mit ihr deportiert worden waren. Beide überlebten, wie auch Hedwig Brauns Söhne, die nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wieder in Berlin lebten.<br />

Hedwig Braun wurde als Hedwig Kroh am 27. April 1866 in Schwersenz (heute: Swarzędz / Polen), einer Kleinstadt in der Nähe von Posen (Poznań) geboren. Ihr Geburtsname wird in manchen Quellen abweichend mit Kirch angegeben. Hedwig Brauns Ehemann war wie sie jüdisch, sonst ist nichts über ihn bekannt. Die beiden Söhne des Ehepaars kamen in Posen zur Welt, Georg Ende Dezember 1886, Leo Friedrich im Sommer 1888.

Wann Hedwig Braun nach Berlin kam, ist nicht bekannt. In den 1930er-Jahren lebte sie, inzwischen verwitwet, in Berlin-Tiergarten (heute Moabit). Mit ihrem Sohn Leo, einem gelernten Spediteur, bewohnte sie dort eine 3½ -Zimmer-Wohnung in der Bochumer Straße 14. Nachdem Leo am 29. Mai 1939 nach Shanghai emigriert war, zog Hedwig Braun zu ihrem älteren Sohn Georg in die Droysenstraße 15 nach Charlottenburg. Georg Braun hatte in München Medizin studiert und praktizierte bis zum Berufsverbot für jüdische Ärzt_innen in Charlottenburg.

Hedwig Braun war 76 Jahre alt, als sie am 17. März 1943 mit dem „4. großen Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert wurde. Nach knapp sechs Monaten kam sie dort am 8. oder 9. September 1943 ums Leben. An ihrer Beerdigung, die am 10. September 1943 im Ghetto Theresienstadt stattfand, nahmen ihre Nichte Erna Bejach (geb. Spritz) sowie deren Mann Alwin Bejach teil, die zusammen mit ihr deportiert worden waren. Beide überlebten, wie auch Hedwig Brauns Söhne, die nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wieder in Berlin lebten.