Karl Hutger

Verlegeort
Droysenstr. 15
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
08. November 2011
Geboren
30. Juni 1889
Deportation
am 19. Januar 1942 nach Riga
Ermordet
in Riga
  • Foto: F.Siebold
    Foto: F.Siebold

    Foto: F.Siebold

Karl Hutger wurde am 30. Juni 1889 in Hamburg geboren. Er lebte in Charlottenburg in der Droysenstraße 15, wo er jedenfalls am 17.5.1939, dem Tag einer Volkszählung, gemeldet war. Im Adressbuch stand er allerdings nicht. Und über sein Leben ist nichts überliefert. Kurz bevor er seinen Deportationsbescheid bekam, musste er in die Leibnizstraße 20 umziehen.<br />
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Am 19. Januar 1942 musste er aus dem Sammellager in der missbrauchten Synagoge Levetzowstraße in Moabit sieben Kilometer durch dicht bewohnte Stadtviertel – und kein Mensch will’s gesehen haben - zum Bahnhof Grunewald marschieren. Am berüchtigten Gleis 17 wurde er zusammen mit über 1000 Personen in einen Güterzug gepfercht und bei eisiger Kälte nach Riga deportiert und dort sofort nach der Ankunft – wie alle, die noch nicht erfroren, verhungert oder verdurstet waren – in den Wäldern um Riga erschossen und in Massengräber geworfen.

Karl Hutger wurde am 30. Juni 1889 in Hamburg geboren. Er lebte in Charlottenburg in der Droysenstraße 15, wo er jedenfalls am 17.5.1939, dem Tag einer Volkszählung, gemeldet war. Im Adressbuch stand er allerdings nicht. Und über sein Leben ist nichts überliefert. Kurz bevor er seinen Deportationsbescheid bekam, musste er in die Leibnizstraße 20 umziehen.

Am 19. Januar 1942 musste er aus dem Sammellager in der missbrauchten Synagoge Levetzowstraße in Moabit sieben Kilometer durch dicht bewohnte Stadtviertel – und kein Mensch will’s gesehen haben - zum Bahnhof Grunewald marschieren. Am berüchtigten Gleis 17 wurde er zusammen mit über 1000 Personen in einen Güterzug gepfercht und bei eisiger Kälte nach Riga deportiert und dort sofort nach der Ankunft – wie alle, die noch nicht erfroren, verhungert oder verdurstet waren – in den Wäldern um Riga erschossen und in Massengräber geworfen.