Hildegard Kruschke geb. Cohn

Verlegeort
Handjerystr. 37
Bezirk/Ortsteil
Friedenau
Verlegedatum
2008
Geboren
06. August 1915
Deportation
am 06. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Hildegard Kruschke. Copyright: MTS
    Stolperstein für Hildegard Kruschke. Copyright: MTS

    Stolperstein für Hildegard Kruschke. Copyright: MTS

  • Hildegard Kruschke. Copyright: Privatbesitz
    Hildegard Kruschke. Copyright: Privatbesitz

    Hildegard Kruschke. Copyright: Privatbesitz

Hildegard Kruschke, geborene Cohn, wurde am 6. August 1915 in Strassburg in der Uckermark geboren. Ihre Eltern Georg und Käthe Cohn, geborene Glasner, bekamen neben Hildegard noch eine weitere Tochter Ruth (*20.02.1920) und die Brüder Gustav und Siegfried (*27.7.1913). Im Jahr 1919 zog die Familie nach Burg bei Magdeburg in die Bahnhofstraße 28 und der Georg Cohn gründete zusammen mit seinem Bruder Paul Cohn die Lederfabrik "Herm. Guiard & Co". <br />
Hildegard schloss die Schule mit der mittleren Reife ab und absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Danach arbeitete sie in Frankfurt am Main und lernte dort ihren späteren Mann Jack Kruschke kennen. Das Paar heiratete 1935 und zog nach Berlin in die Handjerystr. 37. In Berlin kamen auch ihre Töchter Helen am 17. März 1938 und Zilla am 4. Juli 1939 zur Welt. <br />
Die Familie versuchte vermutlich in die USA zu flüchten, in der Vermögenserklärung von Hildergard findet sich unter dem Punkt "nicht sichergestellte Forderungen" ihr Eintrag über eine Einzahlung von 1000RM für eine Schiffspassage in die USA. HIldergard, Jack, Helen und Zilla konnten die Fahrt nicht mehr antreten. Am 1. März 1943 wird Jack Kruschke deportiert, fünf Tage später werden Hildegard, Helen und Zilla nach Auschwitz deportiert. Kein Mitglied der Familie überlebte. <br />

Hildegard Kruschke, geborene Cohn, wurde am 6. August 1915 in Strassburg in der Uckermark geboren. Ihre Eltern Georg und Käthe Cohn, geborene Glasner, bekamen neben Hildegard noch eine weitere Tochter Ruth (*20.02.1920) und die Brüder Gustav und Siegfried (*27.7.1913). Im Jahr 1919 zog die Familie nach Burg bei Magdeburg in die Bahnhofstraße 28 und der Georg Cohn gründete zusammen mit seinem Bruder Paul Cohn die Lederfabrik "Herm. Guiard & Co".
Hildegard schloss die Schule mit der mittleren Reife ab und absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Danach arbeitete sie in Frankfurt am Main und lernte dort ihren späteren Mann Jack Kruschke kennen. Das Paar heiratete 1935 und zog nach Berlin in die Handjerystr. 37. In Berlin kamen auch ihre Töchter Helen am 17. März 1938 und Zilla am 4. Juli 1939 zur Welt.
Die Familie versuchte vermutlich in die USA zu flüchten, in der Vermögenserklärung von Hildergard findet sich unter dem Punkt "nicht sichergestellte Forderungen" ihr Eintrag über eine Einzahlung von 1000RM für eine Schiffspassage in die USA. HIldergard, Jack, Helen und Zilla konnten die Fahrt nicht mehr antreten. Am 1. März 1943 wird Jack Kruschke deportiert, fünf Tage später werden Hildegard, Helen und Zilla nach Auschwitz deportiert. Kein Mitglied der Familie überlebte.