Meta Gronemann geb. Gronemann

Verlegeort
Horstweg 38
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
11. Dezember 2007
Geboren
15. März 1885
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
    Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf

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Meta Gronemann geb. Gronemann, geboren am 15. März 1885 in Dramburg (Pommern) lebte mit ihrem Mann Max Gronemann, geb. am 3. Juni 1886 in Groß-Wittfelde (Westpreußen), am Horstweg 38 im Gartenhaus im 3. Stock. Max und Meta hatten am 3. November 1910 in Berlin geheiratet. Ihr einziger Sohn Heinz wurde ca. 1913 geboren, starb jedoch schon in frühen Jahren. Die Familie bewohnte eine Wohnung „mit allem Komfort“, wie Max Gronemann notierte, einschließlich „Mädchenkammer“ und Warmwasserheizung, für 80 Reichsmark Miete. <br />
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Im Adressbuch 1938 war Max Gronemann als Bankbeamter eingetragen. Von 1941 an war er „Ordner“ im Sammellager an der Großen Hamburger Straße 26, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, das für diesen Zweck geräumt worden war. In dieser Funktion war Gronemann vom Jüdischen Kulturverein angestellt – bestimmt nicht freiwillig – und bekam dafür 245 Reichsmark monatlich brutto, wie er selbst angab. Meta Gronemanns Beruf war Kontoristin. Sie hatte bei der Wäscherei „Elite“ in Tempelhof gearbeitet, war allerdings „krank geschrieben“, wie sie in die zwangsweise abgegebene Vermögenserklärung am 13.1.1943 eintrug. <br />
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Ihre Wohnung war gut ausgestattet, unter anderem mit einem Esszimmer mit Buffet und Eichentisch. Der Verkauf der Möbel, der Kleidung und des Hausrats erbrachte eine Summe von 1 432,00 Reichsmark, die sich das Deutsche Reich einverleibte. Gronemanns hatten eine Untermieterin, Bertha Themal, die 40 RM Miete bezahlte.<br />
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Deportiert wurden beide am 29. Januar 1943 nach Auschwitz, wo sie ermordet worden sind. <br />
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Meta Gronemann war die Tante Erna Gronemanns, die 1939 in der Weimarer Straße 28 wohnte und am 6. März 1943 gemeinsam mit ihrer Mutter Else Buker kurz vor der Deportation Selbstmord beging. Meta und Adolf Gronemann - Ernas Vater - waren zwei von insgesamt neun Geschwistern.<br />

Meta Gronemann geb. Gronemann, geboren am 15. März 1885 in Dramburg (Pommern) lebte mit ihrem Mann Max Gronemann, geb. am 3. Juni 1886 in Groß-Wittfelde (Westpreußen), am Horstweg 38 im Gartenhaus im 3. Stock. Max und Meta hatten am 3. November 1910 in Berlin geheiratet. Ihr einziger Sohn Heinz wurde ca. 1913 geboren, starb jedoch schon in frühen Jahren. Die Familie bewohnte eine Wohnung „mit allem Komfort“, wie Max Gronemann notierte, einschließlich „Mädchenkammer“ und Warmwasserheizung, für 80 Reichsmark Miete.

Im Adressbuch 1938 war Max Gronemann als Bankbeamter eingetragen. Von 1941 an war er „Ordner“ im Sammellager an der Großen Hamburger Straße 26, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, das für diesen Zweck geräumt worden war. In dieser Funktion war Gronemann vom Jüdischen Kulturverein angestellt – bestimmt nicht freiwillig – und bekam dafür 245 Reichsmark monatlich brutto, wie er selbst angab. Meta Gronemanns Beruf war Kontoristin. Sie hatte bei der Wäscherei „Elite“ in Tempelhof gearbeitet, war allerdings „krank geschrieben“, wie sie in die zwangsweise abgegebene Vermögenserklärung am 13.1.1943 eintrug.

Ihre Wohnung war gut ausgestattet, unter anderem mit einem Esszimmer mit Buffet und Eichentisch. Der Verkauf der Möbel, der Kleidung und des Hausrats erbrachte eine Summe von 1 432,00 Reichsmark, die sich das Deutsche Reich einverleibte. Gronemanns hatten eine Untermieterin, Bertha Themal, die 40 RM Miete bezahlte.

Deportiert wurden beide am 29. Januar 1943 nach Auschwitz, wo sie ermordet worden sind.

Meta Gronemann war die Tante Erna Gronemanns, die 1939 in der Weimarer Straße 28 wohnte und am 6. März 1943 gemeinsam mit ihrer Mutter Else Buker kurz vor der Deportation Selbstmord beging. Meta und Adolf Gronemann - Ernas Vater - waren zwei von insgesamt neun Geschwistern.