Abraham Wasser

Verlegeort
Monbijouplatz 4
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2004
Geboren
24. Dezember 1897
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Abraham Wasser © OTFW
    Abraham Wasser © OTFW

    Abraham Wasser © OTFW

In dem Haus Monbijouplatz 4 wohnten bis zu ihrer Deportation insgesamt siebzehn jüdische Bürger, unter ihnen die Familie Wasser. <br />
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Abraham Wasser wurde am 24. Dezember 1897 in Kolomea in Galizien (heute Kolomyja) geboren. Seine Frau Rosa Sofie stammte ebenfalls aus Galizien, aus dem Ort Brody. Der Sohn Ewald wurde 1925 in Leipzig geboren, die Tochter Margot kam 1928 in Gumbinnen/Ostpreußen zur Welt. <br />
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Anfang der 1930er Jahre kam die Familie Wasser nach Berlin. Ihre letzte frei gewählte Wohnadresse war am Monbijouplatz 4. Diese Adresse wurde auch bei der Volkszählung 1939 angegeben. Von hier musste die Familie im Juli 1942 in die Niebuhrstraße 64 nach Charlottenburg umziehen. Dort bewohnte sie in der 3. Etage des Seitenflügels eine 2-Zimmer-Wohnung. Die gemeinsamen Einkünfte des Vaters und des Sohnes konnten die Miete knapp decken. Beide waren als Zwangsarbeiter beschäftigt. Über Ewald Wasser ist bekannt, dass er in verschiedenen Werkstätten Berliner Augenoptiker arbeiten musste. <br />
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Die Familie füllte die geforderten Vermögenserklärungen für jedes einzelne Familienmitglied am 16. Januar 1943 aus. Die Eltern wurden gemeinsam mit ihrer Tochter am 29. Januar 1943 mit dem „27. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Ewald Wasser wurde mit dem „32. Osttransport“ vom 2. März 1943 ebenfalls nach Auschwitz deportiert. Alle vier wurden dort ermordet.

In dem Haus Monbijouplatz 4 wohnten bis zu ihrer Deportation insgesamt siebzehn jüdische Bürger, unter ihnen die Familie Wasser.

Abraham Wasser wurde am 24. Dezember 1897 in Kolomea in Galizien (heute Kolomyja) geboren. Seine Frau Rosa Sofie stammte ebenfalls aus Galizien, aus dem Ort Brody. Der Sohn Ewald wurde 1925 in Leipzig geboren, die Tochter Margot kam 1928 in Gumbinnen/Ostpreußen zur Welt.

Anfang der 1930er Jahre kam die Familie Wasser nach Berlin. Ihre letzte frei gewählte Wohnadresse war am Monbijouplatz 4. Diese Adresse wurde auch bei der Volkszählung 1939 angegeben. Von hier musste die Familie im Juli 1942 in die Niebuhrstraße 64 nach Charlottenburg umziehen. Dort bewohnte sie in der 3. Etage des Seitenflügels eine 2-Zimmer-Wohnung. Die gemeinsamen Einkünfte des Vaters und des Sohnes konnten die Miete knapp decken. Beide waren als Zwangsarbeiter beschäftigt. Über Ewald Wasser ist bekannt, dass er in verschiedenen Werkstätten Berliner Augenoptiker arbeiten musste.

Die Familie füllte die geforderten Vermögenserklärungen für jedes einzelne Familienmitglied am 16. Januar 1943 aus. Die Eltern wurden gemeinsam mit ihrer Tochter am 29. Januar 1943 mit dem „27. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Ewald Wasser wurde mit dem „32. Osttransport“ vom 2. März 1943 ebenfalls nach Auschwitz deportiert. Alle vier wurden dort ermordet.