Ludwig Hillel

Verlegeort
Schwäbische Str. 17
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
19. November 2012
Geboren
28. August 1891
Beruf
Einkäufer
Deportation
am 26. Oktober 1942 nach Riga
Ermordet
29. Oktober 1942 in Riga
  • Ludwig Hillel © OTFW
    Ludwig Hillel © OTFW

    Ludwig Hillel © OTFW

Ludwig Hillel kam am 28. August 1891 in Berlin zur Welt. Er übte einen kaufmännischen Beruf aus. Mit seiner Ehefrau Nelly geb. Heynemann (*25. Januar 1905 in Hamburg) lebte er den Berliner Adressbüchern von 1938 und 1939 zufolge in der Potsdamer Straße 102 und war als Einkäufer tätig. Das Ehepaar hatte keine Kinder. <br />
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Spätestens ab Mai 1939 wohnten Hillels zur Untermiete in der Schwäbischen Straße 17 (bei der jüdischen Witwe Luise Simonstein). Wie die Nichte von Nelly und Ludwig Hillel berichtete, bemühten sich ihre Tante und ihr Onkel vergeblich um eine Ausreise nach Shanghai. <br />
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Schließlich trennte sich das Ehepaar. Nelly Hillel heiratete nach der Scheidung Siegfried Marcus, mit dem sie in der Dragonerstraße 27 im Bezirk Mitte lebte.<br />
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Offenbar musste Ludwig Hillel auch die Wohnung in der Schwäbischen Straße 17 verlassen (möglicherweise nach dem Suizid von Luise Simonstein am 24. November 1941). Zuletzt wohnte er in der Grolmanstraße 32-33 in Charlottenburg bei Margarete und Erna Johanna Hillel. Die beiden 1892 bzw. 1895 in Danzig geborenen Frauen waren möglicherweise Cousinen von ihm. Am 26. Oktober 1942 wurde Ludwig Hillel nach Riga deportiert. Unter den fast 800 Menschen waren auch 204 Angestellte der Jüdischen Gemeinde. Sie alle wurden sofort nach ihrer Ankunft am 29. Oktober 1942 in den Wäldern bei Riga ermordet.<br />
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Auch Ludwig Hillels geschiedene Ehefrau und ihr zweiter Ehemann haben nicht überlebt: Nelly Marcus wurde am 2. März 1943 mit dem 32. Transport nach Auschwitz deportiert, Siegfried Marcus einen Tag später. Dort verliert sich ihre Spur. <br />

Ludwig Hillel kam am 28. August 1891 in Berlin zur Welt. Er übte einen kaufmännischen Beruf aus. Mit seiner Ehefrau Nelly geb. Heynemann (*25. Januar 1905 in Hamburg) lebte er den Berliner Adressbüchern von 1938 und 1939 zufolge in der Potsdamer Straße 102 und war als Einkäufer tätig. Das Ehepaar hatte keine Kinder.

Spätestens ab Mai 1939 wohnten Hillels zur Untermiete in der Schwäbischen Straße 17 (bei der jüdischen Witwe Luise Simonstein). Wie die Nichte von Nelly und Ludwig Hillel berichtete, bemühten sich ihre Tante und ihr Onkel vergeblich um eine Ausreise nach Shanghai.

Schließlich trennte sich das Ehepaar. Nelly Hillel heiratete nach der Scheidung Siegfried Marcus, mit dem sie in der Dragonerstraße 27 im Bezirk Mitte lebte.

Offenbar musste Ludwig Hillel auch die Wohnung in der Schwäbischen Straße 17 verlassen (möglicherweise nach dem Suizid von Luise Simonstein am 24. November 1941). Zuletzt wohnte er in der Grolmanstraße 32-33 in Charlottenburg bei Margarete und Erna Johanna Hillel. Die beiden 1892 bzw. 1895 in Danzig geborenen Frauen waren möglicherweise Cousinen von ihm. Am 26. Oktober 1942 wurde Ludwig Hillel nach Riga deportiert. Unter den fast 800 Menschen waren auch 204 Angestellte der Jüdischen Gemeinde. Sie alle wurden sofort nach ihrer Ankunft am 29. Oktober 1942 in den Wäldern bei Riga ermordet.

Auch Ludwig Hillels geschiedene Ehefrau und ihr zweiter Ehemann haben nicht überlebt: Nelly Marcus wurde am 2. März 1943 mit dem 32. Transport nach Auschwitz deportiert, Siegfried Marcus einen Tag später. Dort verliert sich ihre Spur.