Adele Bendheim geb. Opet

Verlegeort
Steinstr. 4
Bezirk/Ortsteil
Steglitz
Verlegedatum
07. März 2009
Geboren
05. Juli 1862
Beruf
Klavierlehrerin
Deportation
am 27. August 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
02. Oktober 1942 in Theresienstadt
  • Stolperstein für Adele Bendheim.
    Stolperstein für Adele Bendheim. Fotorechte: D. Janke.

    Stolperstein für Adele Bendheim. Fotorechte: D. Janke.

Adele Bendheim, geb. Opet war die ältere Schwester des Rechtswissenschaftlers Otto Opet, Tochter von Jacob Opet und Rebekka Opet, geb. Scheye. Sie war eine geduldige und kluge Frau und leicht gehbehindert infolge einer Polio-Infektion in der Kindheit.<br />
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Adele Bendheim spielte sehr gut Klavier und unterrichtete, ohne Wissen ihres Vaters, der die Berufstätigkeit von Frauen nicht schätzte, am Stern'schen Konservatorium. Später unterrichtete sie ihre Enkelkinder.<br />
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Im Alter von 30 Jahren heiratete sie Julius Bendheim, mit dem sie zwei Töchter, Erna und Margarethe, hatte. Die Familie lebte in der Rosenheimer Straße in Schöneberg.<br />
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Der Ehemann erblindete früh, die Töchter lasen ihm vor.<br />
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1921 starb Julius Bendheim. Seine Witwe zog nach Steglitz in die Steinstr. 4, das Haus gehörte ihrem Schwiegersohn, dem Apotheker Arnold Marcus, der mit Erna verheiratet war. Erna Marcus entschloss sich 1938 zur Auswanderung nach Nizza, Italien, später ging sie nach Frankreich. Arnold blieb in Berlin in dem vergeblichen Versuch, seinen Besitz zu retten. Er stirbt 1941 in Berlin.<br />
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Von Adele Bendheim ist in der Familie der Ausspruch überliefert: Es ist ein Unglück, als Jude geboren zu sein.<br />
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Aus der Steinstraße 4 werden 1943 Adele Bendheim nach Theresienstadt und ihre Tochter Margarete Bendheim, sowie Recha Marcus (Schwester ihres Schwiegersohns) nach Auschwitz deportiert.

Adele Bendheim, geb. Opet war die ältere Schwester des Rechtswissenschaftlers Otto Opet, Tochter von Jacob Opet und Rebekka Opet, geb. Scheye. Sie war eine geduldige und kluge Frau und leicht gehbehindert infolge einer Polio-Infektion in der Kindheit.

Adele Bendheim spielte sehr gut Klavier und unterrichtete, ohne Wissen ihres Vaters, der die Berufstätigkeit von Frauen nicht schätzte, am Stern'schen Konservatorium. Später unterrichtete sie ihre Enkelkinder.

Im Alter von 30 Jahren heiratete sie Julius Bendheim, mit dem sie zwei Töchter, Erna und Margarethe, hatte. Die Familie lebte in der Rosenheimer Straße in Schöneberg.

Der Ehemann erblindete früh, die Töchter lasen ihm vor.

1921 starb Julius Bendheim. Seine Witwe zog nach Steglitz in die Steinstr. 4, das Haus gehörte ihrem Schwiegersohn, dem Apotheker Arnold Marcus, der mit Erna verheiratet war. Erna Marcus entschloss sich 1938 zur Auswanderung nach Nizza, Italien, später ging sie nach Frankreich. Arnold blieb in Berlin in dem vergeblichen Versuch, seinen Besitz zu retten. Er stirbt 1941 in Berlin.

Von Adele Bendheim ist in der Familie der Ausspruch überliefert: Es ist ein Unglück, als Jude geboren zu sein.

Aus der Steinstraße 4 werden 1943 Adele Bendheim nach Theresienstadt und ihre Tochter Margarete Bendheim, sowie Recha Marcus (Schwester ihres Schwiegersohns) nach Auschwitz deportiert.