Michaelis Max Israel

Verlegeort
Sybelstr. 25
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
08. November 2011
Geboren
23. Februar 1867
Flucht in den Tod
13. September 1940 in Berlin
  • Foto: F.Siebold

    Foto: F.Siebold

Michaelis Max Israel wurde geboren am 23. Februar 1867 in Usch (Ujscie) in der Provinz Posen (Poznan), abweichend davon ist auch der 18. Februar 1867 und als Geburtsort die Kreisstadt Kolmar (Chodzież) genannt. Auf dem Stolperstein ist irrtümlich das Geburtsjahr 1912 eingraviert worden. <br />
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Im Berliner Adressbuch war Israel von 1936 bis 1939 in Charlottenburg in der Sybelstraße 25 mit der Berufsbezeichnung Kaufmann eingetragen, davor in der Fritschestraße 70.<br />
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Israel, der 73 Jahre alt war, beging am 13. September 1940 Selbstmord, als er die Verfolgung der jüdischen Berliner erlebte und sein Schicksal vorhersah. Zuvor war er offenbar kurzfristig nach Wilmersdorf in die Hildegardstraße 31 zu dem Ehepaar Dr. Alfred Rosenberg und Johanna Rosenberg geb. Ascher umgezogen, die am 19. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert worden sind. <br />
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In der Wohnung von Max Israel fand 1939 der 45 Jahre jüngere Zahntechniker Edwin Brandes Unterschlupf, der später zeitweise illegal lebte. Brandes wurde Anfang 1944 gefasst und am 29. Januar 1944 in Auschwitz ermordet.

Michaelis Max Israel wurde geboren am 23. Februar 1867 in Usch (Ujscie) in der Provinz Posen (Poznan), abweichend davon ist auch der 18. Februar 1867 und als Geburtsort die Kreisstadt Kolmar (Chodzież) genannt. Auf dem Stolperstein ist irrtümlich das Geburtsjahr 1912 eingraviert worden.

Im Berliner Adressbuch war Israel von 1936 bis 1939 in Charlottenburg in der Sybelstraße 25 mit der Berufsbezeichnung Kaufmann eingetragen, davor in der Fritschestraße 70.

Israel, der 73 Jahre alt war, beging am 13. September 1940 Selbstmord, als er die Verfolgung der jüdischen Berliner erlebte und sein Schicksal vorhersah. Zuvor war er offenbar kurzfristig nach Wilmersdorf in die Hildegardstraße 31 zu dem Ehepaar Dr. Alfred Rosenberg und Johanna Rosenberg geb. Ascher umgezogen, die am 19. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert worden sind.

In der Wohnung von Max Israel fand 1939 der 45 Jahre jüngere Zahntechniker Edwin Brandes Unterschlupf, der später zeitweise illegal lebte. Brandes wurde Anfang 1944 gefasst und am 29. Januar 1944 in Auschwitz ermordet.