Bernhard Ruthenburg

Verlegeort
Westfälische Str. 42
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
06. Mai 2014
Geboren
24. Dezember 1883
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Bernhard Ruthenburg © OTFW
    Bernhard Ruthenburg © OTFW

    Bernhard Ruthenburg © OTFW

Bernhard Ruthenburg wurde am 24. Dezember 1883 in Gütersloh geboren. In seiner Vermögenserklärung, die er wie alle Juden vor der Deportation ausfüllen musste, gab er als Beruf an: Arbeiter bei der Aero Bau Heinz Lehmann GmbH. Anzunehmen ist, dass dies ein Kriegsbetrieb war, in dem er als Zwangsarbeiter beschäftigt war. Im Adressbuch 1938 war er jedenfalls noch als Eigner einer Baumwollwarenhandlung an der Spandauer Straße 51 und 1939 als Textilwarenhändler an der Kaiser-Wilhelm-Straße 2 eingetragen, 1940 nicht mehr.<br />
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Bernhard Ruthenburg, seine Frau Marie und deren Bruder Adolf Deiler, der bei ihnen wohnte, mussten sich im Januar 1943 in der Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, melden und wurden zur Deportation eingeteilt. Den Bescheid, dass ihr Vermögen „zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen“ worden sei, erhielten sie am 27.1.1943. Am 29. Januar 1943 sind sie vom Bahnhof Grunewald in einem Zug der Reichsbahn mit 1 000 Menschen nach Auschwitz gefahren und dort ermordet worden.

Bernhard Ruthenburg wurde am 24. Dezember 1883 in Gütersloh geboren. In seiner Vermögenserklärung, die er wie alle Juden vor der Deportation ausfüllen musste, gab er als Beruf an: Arbeiter bei der Aero Bau Heinz Lehmann GmbH. Anzunehmen ist, dass dies ein Kriegsbetrieb war, in dem er als Zwangsarbeiter beschäftigt war. Im Adressbuch 1938 war er jedenfalls noch als Eigner einer Baumwollwarenhandlung an der Spandauer Straße 51 und 1939 als Textilwarenhändler an der Kaiser-Wilhelm-Straße 2 eingetragen, 1940 nicht mehr.

Bernhard Ruthenburg, seine Frau Marie und deren Bruder Adolf Deiler, der bei ihnen wohnte, mussten sich im Januar 1943 in der Sammelstelle in der Großen Hamburger Straße, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, melden und wurden zur Deportation eingeteilt. Den Bescheid, dass ihr Vermögen „zugunsten des Deutschen Reiches eingezogen“ worden sei, erhielten sie am 27.1.1943. Am 29. Januar 1943 sind sie vom Bahnhof Grunewald in einem Zug der Reichsbahn mit 1 000 Menschen nach Auschwitz gefahren und dort ermordet worden.