Erich Stargardt

Verlegeort
Alt-Moabit 85 a
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Geboren
12. August 1898
Deportation
am 01. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Erich Stargardt.
    Stolperstein für Erich Stargardt. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Erich Stargardt. Foto: OTFW.

Erich Stargardt kam am 12. August 1898 als Sohn von Jacob Stargardt und seiner Frau Clara, geb. Lindenfeld, in Berlin zur Welt. Er hatte eine Schwester, Dorothea, die zwei Jahre älter war als er. Die Familie lebte in den 1930er Jahren in der Straße Alt-Moabit 85a. Erich Stargardt verdiente seinen Lebensunterhalt in den Jahren 1935 bis 1938 als Vertreter.<br />
<br />
Aus den Vermögenserklärungen der Familie geht hervor, dass letzter Wohnort der Eheleute Stargardt das Altenheim in der Iranischen Straße 2 war, das sie vermutlich 1941 bezogen. Für einen Betrag über 6250,– RM mussten Jacob und Clara Stargardt schließlich einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für Theresienstadt abschließen, mit dem angeblich ihre Unterbringung und Verpflegung bis zum 85. Lebensjahr gesichert war. Am 29. Januar 1943 wurden Jacob und Clara Stargardt mit dem „84. Alterstransport“ in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach 16 Tagen, am 14. Februar 1943, starb Jacob Stargardt, sein Frau Clara nur wenige Tage später.<br />
<br />
Nachdem die Eltern in das Altenheim in der Iranischen Straße gezogen waren, mussten ihre Kinder Erich und Dorothea vermutlich aus der alten Wohnung ausziehen und zur Untermiete wohnen. Erich Stargardt war – vermutlich als Zwangsarbeiter – bei Kurt Seydel in Berlin in der Bülowstraße beschäftigt. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ wurden die Geschwister Dorothea und Erich Stargard mit dem „31. Osttransport“ im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Erich Stargardt kam am 12. August 1898 als Sohn von Jacob Stargardt und seiner Frau Clara, geb. Lindenfeld, in Berlin zur Welt. Er hatte eine Schwester, Dorothea, die zwei Jahre älter war als er. Die Familie lebte in den 1930er Jahren in der Straße Alt-Moabit 85a. Erich Stargardt verdiente seinen Lebensunterhalt in den Jahren 1935 bis 1938 als Vertreter.

Aus den Vermögenserklärungen der Familie geht hervor, dass letzter Wohnort der Eheleute Stargardt das Altenheim in der Iranischen Straße 2 war, das sie vermutlich 1941 bezogen. Für einen Betrag über 6250,– RM mussten Jacob und Clara Stargardt schließlich einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für Theresienstadt abschließen, mit dem angeblich ihre Unterbringung und Verpflegung bis zum 85. Lebensjahr gesichert war. Am 29. Januar 1943 wurden Jacob und Clara Stargardt mit dem „84. Alterstransport“ in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach 16 Tagen, am 14. Februar 1943, starb Jacob Stargardt, sein Frau Clara nur wenige Tage später.

Nachdem die Eltern in das Altenheim in der Iranischen Straße gezogen waren, mussten ihre Kinder Erich und Dorothea vermutlich aus der alten Wohnung ausziehen und zur Untermiete wohnen. Erich Stargardt war – vermutlich als Zwangsarbeiter – bei Kurt Seydel in Berlin in der Bülowstraße beschäftigt. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ wurden die Geschwister Dorothea und Erich Stargard mit dem „31. Osttransport“ im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.