Clara Stargardt

Verlegeort
Alt-Moabit 85 a
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Geboren
25. September 1871
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt
Tot
23. Februar 1943 im Ghetto Theresienstadt
  • Stolperstein für Clara Stargardt.
    Stolperstein für Clara Stargardt. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Clara Stargardt. Foto: OTFW.

Clara Stargardt, geb. Lindenfeld, kam am 25. September 1871 in Kassel zur Welt. Sie heiratete den gut zehn Jahre älteren Kaufmann Jacob Stargardt, der aus Schwerin stammte. Die beiden Kinder der Eheleute; Dorothea und Erich, wurden 1896 und 1898 in Berlin geboren. Die Familie lebte in den 1930er Jahren in der Straße Alt-Moabit 85a.<br />
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Aus den Vermögenserklärungen der Familie geht hervor, dass letzter Wohnort der Eheleute Stargardt das Altenheim in der Iranischen Straße 2 war, das sie vermutlich 1941 bezogen. Für einen Betrag über 6250,– RM mussten Jacob und Clara Stargardt schließlich einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für Theresienstadt abschließen, mit dem angeblich ihre Unterbringung und Verpflegung bis zum 85. Lebensjahr gesichert war. Am 29. Januar 1943 wurden Jacob und Clara Stargardt mit dem 84. „Alterstransport“ in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach 16 Tagen, am 14. Februar 1943, starb Jacob Stargardt, sein Frau Clara nur wenige Tage später. <br />
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Nachdem die Eltern in das Altenheim in der Iranischen Straße gezogen waren, mussten ihre Kinder Erich und Dorothea vermutlich aus der alten Wohnung ausziehen und zur Untermiete wohnen. Erich Stargardt war – vermutlich als Zwangsarbeiter – bei Kurt Seydel in Berlin in der Bülowstraße beschäftigt. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ wurden die Geschwister Dorothea und Erich Stargard mit dem 31. „Osttransport“ im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Clara Stargardt, geb. Lindenfeld, kam am 25. September 1871 in Kassel zur Welt. Sie heiratete den gut zehn Jahre älteren Kaufmann Jacob Stargardt, der aus Schwerin stammte. Die beiden Kinder der Eheleute; Dorothea und Erich, wurden 1896 und 1898 in Berlin geboren. Die Familie lebte in den 1930er Jahren in der Straße Alt-Moabit 85a.

Aus den Vermögenserklärungen der Familie geht hervor, dass letzter Wohnort der Eheleute Stargardt das Altenheim in der Iranischen Straße 2 war, das sie vermutlich 1941 bezogen. Für einen Betrag über 6250,– RM mussten Jacob und Clara Stargardt schließlich einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag für Theresienstadt abschließen, mit dem angeblich ihre Unterbringung und Verpflegung bis zum 85. Lebensjahr gesichert war. Am 29. Januar 1943 wurden Jacob und Clara Stargardt mit dem 84. „Alterstransport“ in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Nach 16 Tagen, am 14. Februar 1943, starb Jacob Stargardt, sein Frau Clara nur wenige Tage später.

Nachdem die Eltern in das Altenheim in der Iranischen Straße gezogen waren, mussten ihre Kinder Erich und Dorothea vermutlich aus der alten Wohnung ausziehen und zur Untermiete wohnen. Erich Stargardt war – vermutlich als Zwangsarbeiter – bei Kurt Seydel in Berlin in der Bülowstraße beschäftigt. Im Rahmen der „Fabrik-Aktion“ wurden die Geschwister Dorothea und Erich Stargard mit dem 31. „Osttransport“ im März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.