Auguste Segall geb. Heinrich

Verlegeort
Am Fuchspass 22
Bezirk/Ortsteil
Zehlendorf
Verlegedatum
24. Mai 2014
Geboren
09. Februar 1869
Deportation
am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
08. September 1942 in Theresienstadt
  • Stolperstein für Auguste Segall
    Stolperstein für Auguste Segall - Foto: Projekt-Stolpersteine Teltow-Zehlendorf

    Stolperstein für Auguste Segall - Foto: Projekt-Stolpersteine Teltow-Zehlendorf

Auguste Heinrich wurde am 9. Februar 1869 in Koscierzyna (Berent)/Kaschubei in eine jüdische Familie geboren.<br />
Sie heiratete den Kaufmann Benjamin Segall und lebte mit ihm in dessen Geburtsstadt Skorcz. Dort kamen die Kinder zur Welt: Alfred am 8. Oktober 1902 und Emilie am 21. November 1903. Als Skorcz nach dem Vertrag von Versailles polnisch wurde, zog die Familie nach Berlin-Hermsdorf, wo Benjamin Segall eine Drogerie in der Hennigsdorfer Straße 12 betrieb. Er war wirtschaftlich erfolgreich, so erwarb er das Grundstück, auf dem sich die Drogerie befand und ein Grundstück in Zehlendorf, Am Fuchspaß 22. Dort setzte er sich als Rentner zur Ruhe. <br />
Sein Sohn Alfred emigrierte unter dem Naziregime nach Australien, die Tochter blieb bei den Eltern. Benjamin Segall schloss einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag über 10.000,00 RM ab, um seiner Frau und sich einen gesicherten Lebensabend in Theresienstadt zu gewährleisten. Das Paar musste noch ausziehen in die Neue Friedrichstraße 77. <br />
Am 31. Juli 1942 wurden Auguste Segall und ihr Mann nach Theresienstadt deportiert. Am 13. August 1942 wurde ihr Mann ermordet, Auguste Segall überlebte ihn um einen knappen Monat und starb am 8. September 1942. Die Tochter Emilie wurde am 3. März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert, ihr Todesdatum ist unbekannt.

Auguste Heinrich wurde am 9. Februar 1869 in Koscierzyna (Berent)/Kaschubei in eine jüdische Familie geboren.
Sie heiratete den Kaufmann Benjamin Segall und lebte mit ihm in dessen Geburtsstadt Skorcz. Dort kamen die Kinder zur Welt: Alfred am 8. Oktober 1902 und Emilie am 21. November 1903. Als Skorcz nach dem Vertrag von Versailles polnisch wurde, zog die Familie nach Berlin-Hermsdorf, wo Benjamin Segall eine Drogerie in der Hennigsdorfer Straße 12 betrieb. Er war wirtschaftlich erfolgreich, so erwarb er das Grundstück, auf dem sich die Drogerie befand und ein Grundstück in Zehlendorf, Am Fuchspaß 22. Dort setzte er sich als Rentner zur Ruhe.
Sein Sohn Alfred emigrierte unter dem Naziregime nach Australien, die Tochter blieb bei den Eltern. Benjamin Segall schloss einen sogenannten Heimeinkaufsvertrag über 10.000,00 RM ab, um seiner Frau und sich einen gesicherten Lebensabend in Theresienstadt zu gewährleisten. Das Paar musste noch ausziehen in die Neue Friedrichstraße 77.
Am 31. Juli 1942 wurden Auguste Segall und ihr Mann nach Theresienstadt deportiert. Am 13. August 1942 wurde ihr Mann ermordet, Auguste Segall überlebte ihn um einen knappen Monat und starb am 8. September 1942. Die Tochter Emilie wurde am 3. März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert, ihr Todesdatum ist unbekannt.