Else Jonas geb. Todtmann

Verlegeort
Annenstraße 8 A
Historischer Name
Annenstraße 9
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2003
Geboren
16. April 1893
Deportation
am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt
Später deportiert
am 04. Oktober 1944 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Else Jonas.
    Stolperstein für Else Jonas. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Else Jonas. Foto: OTFW.

Else Todtmann wurde am 16. April 1893 in Kobylin in Posen geboren. Sie heiratete den Klempnermeister Jacob Jonas, der aus Rogasen (polnisch Rogoźno) stammte. Ihre beiden Kinder Lieselotte (*11. November 1922) und Peter Max (*11. Oktober 1926) kamen in Berlin zur Welt, wo die Familie in einer 3-Zimmer-Wohnung in der Annenstraße 9 (heute auf Höhe der Nummer 8A) wohnte. Else Jonas’ Mann führte einen gut gehenden Klempnereibetrieb, wodurch sie einen recht hohen Lebensstandard hatten. Sie besaßen ein Wochenendhaus und konnten sich regelmäßige Urlaubsreisen leisten. <br />
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Ab 1933 wurde die wirtschaftliche Lage der Familie durch die antisemitischen Boykotte immer schwieriger, bis schließlich im November 1938 Jacob Jonas’ Betrieb zwangsweise geschlossen wurde. Zusammen mit ihrer Familie wurde Else Jonas am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert. Zwanzig Monate später wurden Jacob Jonas und der 17-jährige Peter Max von Theresienstadt nach Auschwitz verschleppt, Else Jonas und die 21-jährige Lieselotte sechs Tage darauf, am 4. Oktober 1944. Else Jonas, ihr Mann und ihr Sohn wurden in Auschwitz ermordet. Nur ihre Tochter Lieselotte überlebte.<br />
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Else Todtmann wurde am 16. April 1893 in Kobylin in Posen geboren. Sie heiratete den Klempnermeister Jacob Jonas, der aus Rogasen (polnisch Rogoźno) stammte. Ihre beiden Kinder Lieselotte (*11. November 1922) und Peter Max (*11. Oktober 1926) kamen in Berlin zur Welt, wo die Familie in einer 3-Zimmer-Wohnung in der Annenstraße 9 (heute auf Höhe der Nummer 8A) wohnte. Else Jonas’ Mann führte einen gut gehenden Klempnereibetrieb, wodurch sie einen recht hohen Lebensstandard hatten. Sie besaßen ein Wochenendhaus und konnten sich regelmäßige Urlaubsreisen leisten.

Ab 1933 wurde die wirtschaftliche Lage der Familie durch die antisemitischen Boykotte immer schwieriger, bis schließlich im November 1938 Jacob Jonas’ Betrieb zwangsweise geschlossen wurde. Zusammen mit ihrer Familie wurde Else Jonas am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert. Zwanzig Monate später wurden Jacob Jonas und der 17-jährige Peter Max von Theresienstadt nach Auschwitz verschleppt, Else Jonas und die 21-jährige Lieselotte sechs Tage darauf, am 4. Oktober 1944. Else Jonas, ihr Mann und ihr Sohn wurden in Auschwitz ermordet. Nur ihre Tochter Lieselotte überlebte.