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Luise Levy (geb. Lutterkort)

Luise Levy in Berlin um 1930 © Familienbesitz
Luise Levys Sohn Erwin mit ihrem Bruder Willi Lutterkort, 1938 in Amsterdam © Familienbesitz
Luise Levys Schwester Jenny Kappel geb. Lutterkort © Familienbesitz
VERLEGEORT
Westfälische Str. 62

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Halensee
VERLEGEDATUM
15.02.2014

GEBOREN
15.12.1881 in Gerdauen (Ostpreußen) / Schelesnodoroschny
DEPORTATION
am 28.03.1942 nach Piaski
ERMORDET
in Piaski

Luise Levy, geb. Lutterkort wurde am 15. Dezember 1881 in Gerdauen (Ostpreußen) geboren. Sie war die Schwester von Jenny Kappel, geb. Lutterkort und deren Tochter Ilse Kappel (diese beiden lebten vor dem Krieg in 35 Schlossstrasse Charlottenburg) ist kurzzeitig bei diesen in ihrem Zimmer in der Westfälischen Straße 62 untergekommen. Vor dem Krieg lebte sie (Luise) in199 Kurfürstendamm mit der Familie Hühns. Schon vorher hat sie die beiden oft besucht. So bekam sie deren Deportation am 19. Januar 1942 hautnah mit und wusste wohl, dass sie die Nächste sein würde. Kurzfristig wurde sie gezwungen, zum Hohenzollerndamm 184 umzuziehen. Tatsächlich ist sie zwei Monate später, am 28. März 1942, über die Sammelstelle in der Synagoge Levetzowstraße in dem von der Geheimen Staatspolizei so benannten „11. Osttransport“ mit 985 Menschen vom Bahnhof Grunewald nach Piaski deportiert worden, wo sie wie alle Insassen ermordet werden sollte.
Allerdings ist sie dort nicht angekommen. Nach Angaben des Neffen Ernst Huehns wurde sie vor Piaski in Polen aus dem Zug gestoßen und verkroch sich mit anderen in einer Scheune. Sie schickte noch eine Postkarte an seinen Bruder Erik Hühns und bat darum, sie zu retten. Das war aber nicht möglich (er war damals nur fünfzehn) und so ist Luise Levy in der Scheune gestorben.
Luises Sohn, Erwin Levy, geboren am 12. Mai 1914 in Berlin, ist aus den Niederlanden verschleppt worden. Von ihm gibt es keine Spuren.


Biografische Zusammenstellung

Sebastian Traut, ergänzt von Ernst Huehns