Clara Fichtmann geb. Fuchs

Verlegeort
Holzmarktstraße 54 -56
Historischer Name
Raupachstraße 2
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Geboren
06. April 1877
Deportation
am 05. Juni 1942 nach Theresienstadt
Später deportiert
am 18. Mai 1944 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke,  Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth.
    Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke, Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth.

    Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke, Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth.

  • Stolperstein Clara Fichtmann © OTFW
    Stolperstein Clara Fichtmann © OTFW

    Stolperstein Clara Fichtmann © OTFW

Clara, geb. Fuchs, wurde am 06.04.1877 in Neudorf in Posen (heute Nowa Wieś) geboren. Ihr Ehemann war Leo Fichtmann, der am 16.08.1873 in Elbing, Westpreußen geboren worden ist.<br />
<br />
Clara schenkte sechs Kindern das Leben. Leo Fichtmann arbeitete früher als Steinmetz und wurde dann Invalide.<br />
<br />
Leo Fichtmann beteiligte sich häufig an Arbeiterdemonstrationen mit und agitierte für seine Splittergruppe, die anarcho-syndikalistische KAP (Kommunistische Arbeiterpartei), deren Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) er auch verbreitete. Er sprach wiederholt im Park von Friedrichshain und vertrat seine Ideen einer freien Gesellschaft, die ohne Staatsbürokratie und Parteien, allein auf der direkten Demokratie beruhen sollte. Leo Fichtmann wurde 1933 verschleppt und misshandelt, Am 27. Mai 1942 wurde er nach dem Brandanschlag der Gruppe Baum im Lustgarten zusammen mit anderen unbeteiligten deportiert. Clara Fichtmann wurde mit dem sogenannten 2. Alterstransport vom 06.06.1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie weiter nach Auschwitz verschleppt und ermordet.<br />
<br />
Aus den Adressbüchern bis 1929 geht hervor, dass die Familie Fichtmann in der Raupachstr. 2 gewohnt hat. Die letzte gemeldete Adresse ist die Kolonie Lindenhof, Parzelle 64, in Adlershof. Dies steht auch in den Akten des Oberfinanzpräsidenten. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Laube das Eigentum der Kinder war.<br />
<br />
Gerda Lüth geb. Fichtmann geb. 1915 (einzige Überlebende) und ihre Schwester Minna waren teilweise an der illegalen Arbeit der Gruppe Baum beteiligt.<br />
<br />
Über die Geschwister Minna und Max Fichtmann sind uns bisher keine weiteren Angaben bekannt.

Clara, geb. Fuchs, wurde am 06.04.1877 in Neudorf in Posen (heute Nowa Wieś) geboren. Ihr Ehemann war Leo Fichtmann, der am 16.08.1873 in Elbing, Westpreußen geboren worden ist.

Clara schenkte sechs Kindern das Leben. Leo Fichtmann arbeitete früher als Steinmetz und wurde dann Invalide.

Leo Fichtmann beteiligte sich häufig an Arbeiterdemonstrationen mit und agitierte für seine Splittergruppe, die anarcho-syndikalistische KAP (Kommunistische Arbeiterpartei), deren Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) er auch verbreitete. Er sprach wiederholt im Park von Friedrichshain und vertrat seine Ideen einer freien Gesellschaft, die ohne Staatsbürokratie und Parteien, allein auf der direkten Demokratie beruhen sollte. Leo Fichtmann wurde 1933 verschleppt und misshandelt, Am 27. Mai 1942 wurde er nach dem Brandanschlag der Gruppe Baum im Lustgarten zusammen mit anderen unbeteiligten deportiert. Clara Fichtmann wurde mit dem sogenannten 2. Alterstransport vom 06.06.1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie weiter nach Auschwitz verschleppt und ermordet.

Aus den Adressbüchern bis 1929 geht hervor, dass die Familie Fichtmann in der Raupachstr. 2 gewohnt hat. Die letzte gemeldete Adresse ist die Kolonie Lindenhof, Parzelle 64, in Adlershof. Dies steht auch in den Akten des Oberfinanzpräsidenten. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Laube das Eigentum der Kinder war.

Gerda Lüth geb. Fichtmann geb. 1915 (einzige Überlebende) und ihre Schwester Minna waren teilweise an der illegalen Arbeit der Gruppe Baum beteiligt.

Über die Geschwister Minna und Max Fichtmann sind uns bisher keine weiteren Angaben bekannt.