Leo Fichtmann

Verlegeort
Holzmarktstraße 54 -56
Historischer Name
Raupachstraße 2
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Geboren
16. August 1873
Beruf
Steinmetz
Inhaftiert (t.b.d.)
27. Mai 1942 28. Mai 1942 in Sachsenhausen
Ermordet
28. Mai 1942 in Sachsenhausen
  • Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke,  Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth
    Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke, Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth

    Fotografie der Familie Fichtmann (von links, hintere Reihe: die Söhne Hugo und Max Fichtmann sowie die Mutter Clara Fichtman; davor die Töchter Minna in weißer Jacke, Irene und vorn Edith. Ganz rechts Leo Fichtmann mit seiner Tochter Gerda auf dem Schoß). Fotorechte Gerda Lüth

  • Stolperstein Leo Fichtmann © OTFW
    Stolperstein Leo Fichtmann © OTFW

    Stolperstein Leo Fichtmann © OTFW

Leo Fichtmann wurde am 16.08.1873 in Elbing (heute Elbląg), Westpreußen geboren. Seine Frau Clara, geb. Fuchs, die am 06.04.1877 in Neudorf in Posen geboren wurde, schenkte 6 Kindern das Leben. Leo Fichtmann arbeitete früher als Steinmetz und wurde dann Invalide.<br />
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Leo Fichtmann beteiligte sich häufig an Arbeiterdemonstrationen mit und agitierte für seine Splittergruppe, die anarcho-syndikalistische KAP (Kommunistische Arbeiterpartei), deren Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) er auch verbreitete. Er sprach wiederholt im Park von Friedrichshain und vertrat seine Ideen einer freien Gesellschaft, die ohne Staatsbürokratie und Parteien, allein auf der direkten Demokratie beruhen sollte. Leo Fichtmann wurde 1933 verschleppt und misshandelt, Am 27. Mai 1942 wurde er nach dem Brandanschlag der Gruppe Baum im Lustgarten zusammen mit anderen unbeteiligten deportiert. Clara Fichtmann wurde mit dem sogenannten 2. Alterstransport vom 06.06.1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie weiter nach Auschwitz verschleppt und ermordet.<br />
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Aus den Adressbüchern bis 1929 geht hervor, dass die Familie Fichtmann in der Raupachstr. 2 gewohnt hat. Die letzte gemeldete Adresse ist die Kolonie Lindenhof, Parzelle 64, in Adlershof. Dies steht auch in den Akten des Oberfinanzpräsidenten. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Laube das Eigentum der Kinder war.<br />
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Gerda Lüth geb. Fichtmann geb. 1915 (einzige Überlebende) und ihre Schwester Minna waren teilweise an der illegalen Arbeit der Gruppe Baum beteiligt.<br />
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Über die Geschwister Minna und Max Fichtmann sind uns bisher keine weiteren Angaben bekannt.

Leo Fichtmann wurde am 16.08.1873 in Elbing (heute Elbląg), Westpreußen geboren. Seine Frau Clara, geb. Fuchs, die am 06.04.1877 in Neudorf in Posen geboren wurde, schenkte 6 Kindern das Leben. Leo Fichtmann arbeitete früher als Steinmetz und wurde dann Invalide.

Leo Fichtmann beteiligte sich häufig an Arbeiterdemonstrationen mit und agitierte für seine Splittergruppe, die anarcho-syndikalistische KAP (Kommunistische Arbeiterpartei), deren Kommunistische Arbeiterzeitung (KAZ) er auch verbreitete. Er sprach wiederholt im Park von Friedrichshain und vertrat seine Ideen einer freien Gesellschaft, die ohne Staatsbürokratie und Parteien, allein auf der direkten Demokratie beruhen sollte. Leo Fichtmann wurde 1933 verschleppt und misshandelt, Am 27. Mai 1942 wurde er nach dem Brandanschlag der Gruppe Baum im Lustgarten zusammen mit anderen unbeteiligten deportiert. Clara Fichtmann wurde mit dem sogenannten 2. Alterstransport vom 06.06.1942 nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde sie weiter nach Auschwitz verschleppt und ermordet.

Aus den Adressbüchern bis 1929 geht hervor, dass die Familie Fichtmann in der Raupachstr. 2 gewohnt hat. Die letzte gemeldete Adresse ist die Kolonie Lindenhof, Parzelle 64, in Adlershof. Dies steht auch in den Akten des Oberfinanzpräsidenten. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Laube das Eigentum der Kinder war.

Gerda Lüth geb. Fichtmann geb. 1915 (einzige Überlebende) und ihre Schwester Minna waren teilweise an der illegalen Arbeit der Gruppe Baum beteiligt.

Über die Geschwister Minna und Max Fichtmann sind uns bisher keine weiteren Angaben bekannt.