Margarete Margot Zacharias

Verlegeort
Bleibtreustraße 17
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
14. April 2015
Geboren
30. November 1864
Deportation
am 03. Oktober 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
04. Dezember 1942 in Theresienstadt
  • Stolperstein für Margarete Margot Zacharias
    Stolperstein für Margarete Margot Zacharias; Foto: OTFW

    Stolperstein für Margarete Margot Zacharias; Foto: OTFW

Margarete Margot Zacharias (nicht zu verwechseln mit Margarethe Zacharias, die im selben Haus wohnte) wurde am 3. November 1864 in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Sie blieb unverheiratet und war bei der Volkszählung 1939 in der Bleibtreustraße 17 gemeldet. Welchen Beruf sie hatte, ist dem Adressbuch nicht zu entnehmen. In Theresienstadt wurde bei der betagten Frau, die bei ihrem Tod immerhin 76 Jahre alt war, „ohne“ angegeben.<br />
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Kurz vor ihrer Deportation musste Margarete Margot Zacharias für eine Weile in die Kantstraße 159 zwangsweise umziehen, vermutlich weil die begehrte Wohnung in der Kudamm-Seitenstraße für einen Nazi-Funktionär gebraucht und ihr weggenommen wurde. <br />
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Zunächst hatte sie sich in der Sammelstelle in der Artilleriestraße 31 (heute: Tucholskystraße 40) zu melden. Dort war von der Geheimen Staatspolizei diese Sammelstelle in einer 1904 eingeweihten Synagoge der Gemeinde Adass Jisroel eingerichtet worden. Von dort wurde sie am 3. Oktober 1942 mit 995 Menschen nach Theresienstadt deportiert. <br />
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Dort lebte Margarete Margot Zacharias noch zwei Monate. Auf dem Totenschein http://www.holocaust.cz/de/datenba… vom 4. Dezember 1942 stand „Enteritis – Darmkatarrh“ als Todesursache. Dies war in die in Theresienstadt übliche Umschreibung für die Folgen der katastrophalen sanitären Bedingungen, die in dem Lager herrschten. <br />
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Margarete Margot Zacharias (nicht zu verwechseln mit Margarethe Zacharias, die im selben Haus wohnte) wurde am 3. November 1864 in Königsberg (Ostpreußen) geboren. Sie blieb unverheiratet und war bei der Volkszählung 1939 in der Bleibtreustraße 17 gemeldet. Welchen Beruf sie hatte, ist dem Adressbuch nicht zu entnehmen. In Theresienstadt wurde bei der betagten Frau, die bei ihrem Tod immerhin 76 Jahre alt war, „ohne“ angegeben.

Kurz vor ihrer Deportation musste Margarete Margot Zacharias für eine Weile in die Kantstraße 159 zwangsweise umziehen, vermutlich weil die begehrte Wohnung in der Kudamm-Seitenstraße für einen Nazi-Funktionär gebraucht und ihr weggenommen wurde.

Zunächst hatte sie sich in der Sammelstelle in der Artilleriestraße 31 (heute: Tucholskystraße 40) zu melden. Dort war von der Geheimen Staatspolizei diese Sammelstelle in einer 1904 eingeweihten Synagoge der Gemeinde Adass Jisroel eingerichtet worden. Von dort wurde sie am 3. Oktober 1942 mit 995 Menschen nach Theresienstadt deportiert.

Dort lebte Margarete Margot Zacharias noch zwei Monate. Auf dem Totenschein http://www.holocaust.cz/de/datenba… vom 4. Dezember 1942 stand „Enteritis – Darmkatarrh“ als Todesursache. Dies war in die in Theresienstadt übliche Umschreibung für die Folgen der katastrophalen sanitären Bedingungen, die in dem Lager herrschten.