- Verlegeort
- Bundesplatz 2
- Bezirk/Ortsteil
- Wilmersdorf
- Verlegedatum
-
07. Juni 2011
- Geboren
- 20. Juli 1878 in Hochzeit (Brandenburg)
- Deportation
- am 14. September 1942 nach Theresienstadt
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Ermordet
- 23. Januar 1943 in Theresienstadt
Hedwig Rosenberg wurde als Hedwig Fabian am 20. Juli 1878 (Gedenkbuch) oder 1870 (Todesfallanzeige, Ghetto Theresienstadt) in Hochzeit (Stare Osieczno, Polen) im Kreis Arnswalde in der Neumark geboren.
Wann und wo sie ihren späteren Ehemann, den Sanitätsrat Dr. Julius Rosenberg
(*1865), kennenlernte ist nicht bekannt. Julius Rosenberg hatte sich Anfang 1893 mit einer Praxis in Reppen niedergelassen. Sie heirateten am 6. April 1898 in Schönlanke (Trzcianka, Polen). Ihr erstes Kind Albert wurde am 1. März 1899 in Reppen im Kreis Weststernberg (Rzepin, Polen), 22 km östlich von Frankfurt an der Oder in der Neumark geboren. Fünf Jahre später, am 20. August 1904, kam auch ihr zweites Kind Minni in der Hindenburgstraße 29 in Reppen zur Welt.
Ihr Sohn Albert Rosenberg heiratete am 26. Dezember 1929 die aus Gröbzig, Kothen in Sachsen Anhalt stammende Margarete Schiff (*27. November 1898).
Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, war der Sanitätsrat Dr. Julius Rosenberg 68 Jahre alt und hatte sich schon zur Ruhe gesetzt. Bis zu seinem Tod wohnte die Familie in der Hindenburgstraße 29 in Reppen. Er starb am 19. Juni 1935 im Sankt- Hedwig-Krankenhaus in Berlin.
In den Berliner Adressbüchern war die Witwe des Sanitätsrats Julius Rosenberg 1937 das erste Mal am Kaiserplatz 2 gemeldet. Hier wohnte sie zusammen mit ihrer 34-jährigen Tochter auch noch bei der „Minderheiten-Volkszählung“ am 17. Mai 1939. Ihrem Sohn Albert und dessen Ehefrau Margarete gelang 1939 die Flucht nach Palästina, wo sie im Oktober 1939 in Jerusalem einen Einbürgerungsantrag stellten.
Als im Herbst 1941 jüdische Mieter und Mieterinnen des Hauses nach Lodz deportiert wurden, muss Hedwig Rosenberg in die Prager Straße 34 umgezogen sein.
Sie wurde am 14. September 1942 vom Anhalter Bahnhof in Berlin in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Auf Grund der unmenschlichen Lebensbedingungen starb die Witwe Hedwig Rosenberg geborene Fabian dort schon vier Monate später, am 23. Januar 1943.
Ihre Tochter Minni, die vermutlich zur Zwangsarbeit herangezogen wurde, deportierte die Gestapo am 29. Januar 1943 aus der Regensburger Straße 13 nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde.
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