Erwin Aronsohn

Verlegeort
Krausnickstraße 8
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
20. September 2013
Geboren
28. Dezember 1906
Deportation
am 15. August 1942 nach Riga
Ermordet
18. August 1942 in Riga
  • Erwin Aronsohn © OTFW
    Erwin Aronsohn © OTFW

    Erwin Aronsohn © OTFW

Erwin Aronsohn wurde am 28. Dezember 1906 in Berlin-Schöneberg geboren. Seine Eltern waren Max und Betty Aronsohn, geb. Mendelsohn. Der Vater starb bereits 1931, die Mutter 1942. Erwin hatte einen zehn Jahre jüngeren Bruder.<br />
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Erwin heiratete 1939 Philippine Rechelmann, beide lebten in ärmlichen Verhältnissen in der Krausnickstraße 8. Erwin arbeitete in der Firma Marcus-Metallbau in der Monumentenstraße in Berlin-Schöneberg als Zwangsarbeiter für einen Wochenlohn von 40 Reichsmark. Er musste jeden Morgen und jeden Abend fast 6 Kilometer Arbeitsweg zu Fuß bewältigen, nachdem die Nazis Juden verboten hatten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wenn der Arbeitsweg weniger als 7 Kilometer betrug.<br />
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Im Mai 1942 musste seine Ehefrau sich in Bendorf-Sayn in der Jacoby’schen Anstalt einfinden, von dort wurde sie am 15.Juni nach Sobibor deportiert. Zwei Monate später erhielt Erwin Aronsohn die Vorladung zur Deportation. Am 15. August 1942 wurde er nach Riga transportiert und dort ermordet.<br />
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Erst ein Jahr später wurde die Wohnung endgültig aufgelöst, der Staat verzeichnete einen „Verlust“ von 180 RM.<br />
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Im November 1942 wurde sein Bruder Martin mit Ehefrau Julie und den zwei kleinen Töchtern Tana und Judis nach Auschwitz deportiert und ermordet.<br />
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Die Familie Aronsohn existierte danach nicht mehr.

Erwin Aronsohn wurde am 28. Dezember 1906 in Berlin-Schöneberg geboren. Seine Eltern waren Max und Betty Aronsohn, geb. Mendelsohn. Der Vater starb bereits 1931, die Mutter 1942. Erwin hatte einen zehn Jahre jüngeren Bruder.

Erwin heiratete 1939 Philippine Rechelmann, beide lebten in ärmlichen Verhältnissen in der Krausnickstraße 8. Erwin arbeitete in der Firma Marcus-Metallbau in der Monumentenstraße in Berlin-Schöneberg als Zwangsarbeiter für einen Wochenlohn von 40 Reichsmark. Er musste jeden Morgen und jeden Abend fast 6 Kilometer Arbeitsweg zu Fuß bewältigen, nachdem die Nazis Juden verboten hatten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wenn der Arbeitsweg weniger als 7 Kilometer betrug.

Im Mai 1942 musste seine Ehefrau sich in Bendorf-Sayn in der Jacoby’schen Anstalt einfinden, von dort wurde sie am 15.Juni nach Sobibor deportiert. Zwei Monate später erhielt Erwin Aronsohn die Vorladung zur Deportation. Am 15. August 1942 wurde er nach Riga transportiert und dort ermordet.

Erst ein Jahr später wurde die Wohnung endgültig aufgelöst, der Staat verzeichnete einen „Verlust“ von 180 RM.

Im November 1942 wurde sein Bruder Martin mit Ehefrau Julie und den zwei kleinen Töchtern Tana und Judis nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Die Familie Aronsohn existierte danach nicht mehr.