Philippine Aronsohn geb. Rechelmann

Verlegeort
Krausnickstraße 8
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
20. September 2013
Geboren
20. Juni 1904
Beruf
Hausangestellte
Deportation
am 15. Juni 1942 nach Sobibor
Ermordet
1942 in Sobibor
  • Philippine Aronsohn © OTFW
    Philippine Aronsohn © OTFW

    Philippine Aronsohn © OTFW

Philippine Johanna Rechelmann wurde am 20. Juni 1904 in Schwerin an der Warthe geboren. Sie war das dritte Kind der Eheleute Hermann (eigentlich Hirsch) Rechelmann und Paula Anne, geb. Gutkind. Ihre Eltern hatten 1891 in Filehne geheiratet, dem Geburtsort der Mutter. Der Vater, damals 47 Jahre, war von Beruf Rechtskonsulent, die Mutter vermutlich Hausfrau. Philippine hat zwei ältere Brüder: Ludwig, geboren 1897, und Martin, geboren 1899. Ludwig starb 1917 an den Folgen einer Kriegsverletzung.<br />
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Philippine hatte ein schwere Kindheit, war oft krank und wurde deshalb in der Familie nicht gut behandelt. Als sie 9 Jahre war, starb die Mutter an einem Nervenleiden. Philippine blieb bis 1929 im Hause des Vaters, den sie bis zu seinem Tod pflegte. Danach wurde sie Hausangestellte, um 1930 zog sie nach Berlin, wo bereits ihr Bruder Martin lebte.<br />
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Auch in Berlin führte sie ein entbehrungsreiches Leben, war oft krank und in psychiatrischer Behandlung. 1939 heiratete sie Erwin Aronsohn, beide lebten in der Krausnickstraße 8 in ärmlichen Verhältnissen. Im Mai 1942 wurde Philippine letztmalig in die Jacoby’sche Anstalt in Bendorf-Sayn eingewiesen, die zu dieser Zeit die einzige psychiatrische Heilanstalt für Juden in Deutschland war.<br />
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Von dort wurde Philippine Aronsohn, wie aus den Dokumenten der Reichsbahn hervorgeht, am 15. Juni 1942 von Koblenz nach Sobibor deportiert und dort wahrscheinlich sofort nach der Ankunft ermordet.

Philippine Johanna Rechelmann wurde am 20. Juni 1904 in Schwerin an der Warthe geboren. Sie war das dritte Kind der Eheleute Hermann (eigentlich Hirsch) Rechelmann und Paula Anne, geb. Gutkind. Ihre Eltern hatten 1891 in Filehne geheiratet, dem Geburtsort der Mutter. Der Vater, damals 47 Jahre, war von Beruf Rechtskonsulent, die Mutter vermutlich Hausfrau. Philippine hat zwei ältere Brüder: Ludwig, geboren 1897, und Martin, geboren 1899. Ludwig starb 1917 an den Folgen einer Kriegsverletzung.

Philippine hatte ein schwere Kindheit, war oft krank und wurde deshalb in der Familie nicht gut behandelt. Als sie 9 Jahre war, starb die Mutter an einem Nervenleiden. Philippine blieb bis 1929 im Hause des Vaters, den sie bis zu seinem Tod pflegte. Danach wurde sie Hausangestellte, um 1930 zog sie nach Berlin, wo bereits ihr Bruder Martin lebte.

Auch in Berlin führte sie ein entbehrungsreiches Leben, war oft krank und in psychiatrischer Behandlung. 1939 heiratete sie Erwin Aronsohn, beide lebten in der Krausnickstraße 8 in ärmlichen Verhältnissen. Im Mai 1942 wurde Philippine letztmalig in die Jacoby’sche Anstalt in Bendorf-Sayn eingewiesen, die zu dieser Zeit die einzige psychiatrische Heilanstalt für Juden in Deutschland war.

Von dort wurde Philippine Aronsohn, wie aus den Dokumenten der Reichsbahn hervorgeht, am 15. Juni 1942 von Koblenz nach Sobibor deportiert und dort wahrscheinlich sofort nach der Ankunft ermordet.