Gertrud Lövinsohn geb. Lebram

Verlegeort
Niebuhrstraße 70
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
16. Juni 2016
Geboren
10. Januar 1876
Deportation
am 19. Januar 1942 nach Riga
Ermordet
in Riga
  • Stolperstein Gertrud Lövinsohn Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
    Stolperstein Gertrud Lövinsohn Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

    Stolperstein Gertrud Lövinsohn Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Gertrud Lövinsohn geb. Lebram kam am 10. Januar 1876 in Berlin zur Welt. Sie wohnte in Charlottenburg in der Niebuhrstraße 70 im 2. Stock. Im allgemeinen Berliner Adressbuch war sie unter dieser Adresse seit 1927 als Dr. Gertrud Lövinsohn, „Rentiere“ (das hieß: sie lebte von ihrem Vermögen) eingetragen, im Jüdischen Adressbuch 1931 ohne Vornamen. Vorher ist weder sie noch ihr Mann, der wahrscheinlich Landgerichtsrat gewesen war, in den Adressbüchern zu finden. 1939 war Gertrud Lövinsohn-Lebram mit diesem Doppelnamen und dem Zusatz „verwitwet Landgerichtsrat“ eingetragen. Als ihren „letzten Wohnsitz“, der vermutlich erzwungen war, vermerkten die Behörden das Nachbarhaus Niebuhrstraße 71.<br />
Von hier wurde Gertrud Lövinsohn-Lebram zunächst in die ehemalige Synagoge Levetzowstraße verschleppt, wo eine Sammelstelle eingerichtet worden war, und dann am 19. Januar 1942 vom Bahnhof Grunewald nach Riga deportiert, wo sie wie fast alle Insassen – sofern sie noch nicht erfroren waren – gleich nach der Ankunft erschossen worden ist.<br />

Gertrud Lövinsohn geb. Lebram kam am 10. Januar 1876 in Berlin zur Welt. Sie wohnte in Charlottenburg in der Niebuhrstraße 70 im 2. Stock. Im allgemeinen Berliner Adressbuch war sie unter dieser Adresse seit 1927 als Dr. Gertrud Lövinsohn, „Rentiere“ (das hieß: sie lebte von ihrem Vermögen) eingetragen, im Jüdischen Adressbuch 1931 ohne Vornamen. Vorher ist weder sie noch ihr Mann, der wahrscheinlich Landgerichtsrat gewesen war, in den Adressbüchern zu finden. 1939 war Gertrud Lövinsohn-Lebram mit diesem Doppelnamen und dem Zusatz „verwitwet Landgerichtsrat“ eingetragen. Als ihren „letzten Wohnsitz“, der vermutlich erzwungen war, vermerkten die Behörden das Nachbarhaus Niebuhrstraße 71.
Von hier wurde Gertrud Lövinsohn-Lebram zunächst in die ehemalige Synagoge Levetzowstraße verschleppt, wo eine Sammelstelle eingerichtet worden war, und dann am 19. Januar 1942 vom Bahnhof Grunewald nach Riga deportiert, wo sie wie fast alle Insassen – sofern sie noch nicht erfroren waren – gleich nach der Ankunft erschossen worden ist.