Martha Lewin geb. Lewin

Verlegeort
Pariser Str. 47
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
22. Juni 2014
Geboren
29. März 1888
Deportation
am 17. Mai 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für  Martha Lewinr© H.-J.Hupka, 2014
    Stolperstein für Martha Lewinr© H.-J.Hupka, 2014

    Stolperstein für Martha Lewinr© H.-J.Hupka, 2014

Martha Lewin wurde am 29. März 1888 in Burdungen /Ostpreußen geboren, ihr Mann Sally Lewin am 18. Oktober 1888 in Gollup/Westpreußen.<br />
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Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zogen sie von Danzig nach Berlin. Martha Lewin arbeitete in dem gut gehenden Tabakgroßhandel ihres Mannes mit. Nach 1933 ging es mit der Wirtschaftlichkeit des Geschäfts bergab, so dass Sally Lewin gezwungen war, es zu verkaufen. Er arbeitete danach in verschiedenen Stellungen. <br />
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Das Ehepaar Lewin hatte 3 Kinder: Jutta, geboren 1915, Herbert, geboren 1920 und Marion, geboren am 6. Juni 1926. Die Tochter Jutta war verheiratet mit Isaak Markowski, der vermutlich 1941 in<br />
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einem KZ ermordet wurde. Jutta kam 1944 beim Aufstand im Warschauer Getto um. Das Ehepaar Markowski, das in keiner zugänglichen Datei auffindbar ist, hatte eine Tochter Mara Mathylda, geboren am 7. November 1938. Mara Markowska lebte bei den Großeltern und der Tante Marion in der Pariser Straße 47.<br />
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Der Sohn Herbert Lewin hatte das Bäckerhandwerk erlernt, emigrierte in die USA und lebte in San Franzisco. Die unverheiratete Tochter Marion wurde am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert.<br />
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Am 17. Mai 1943 wurden Sally und Martha Lewin zusammen mit der vierjährigen Enkeltochter Mara mit dem von den NS-Behörden so bezeichneten 38. Osttransport vom Bahnhof Grunewald mit 406 Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie wurden alle umgebracht. <br />
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Zum Gedenken an die kleine Mara Markowska soll später ein Stolperstein verlegt werden.

Martha Lewin wurde am 29. März 1888 in Burdungen /Ostpreußen geboren, ihr Mann Sally Lewin am 18. Oktober 1888 in Gollup/Westpreußen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zogen sie von Danzig nach Berlin. Martha Lewin arbeitete in dem gut gehenden Tabakgroßhandel ihres Mannes mit. Nach 1933 ging es mit der Wirtschaftlichkeit des Geschäfts bergab, so dass Sally Lewin gezwungen war, es zu verkaufen. Er arbeitete danach in verschiedenen Stellungen.

Das Ehepaar Lewin hatte 3 Kinder: Jutta, geboren 1915, Herbert, geboren 1920 und Marion, geboren am 6. Juni 1926. Die Tochter Jutta war verheiratet mit Isaak Markowski, der vermutlich 1941 in

einem KZ ermordet wurde. Jutta kam 1944 beim Aufstand im Warschauer Getto um. Das Ehepaar Markowski, das in keiner zugänglichen Datei auffindbar ist, hatte eine Tochter Mara Mathylda, geboren am 7. November 1938. Mara Markowska lebte bei den Großeltern und der Tante Marion in der Pariser Straße 47.

Der Sohn Herbert Lewin hatte das Bäckerhandwerk erlernt, emigrierte in die USA und lebte in San Franzisco. Die unverheiratete Tochter Marion wurde am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert.

Am 17. Mai 1943 wurden Sally und Martha Lewin zusammen mit der vierjährigen Enkeltochter Mara mit dem von den NS-Behörden so bezeichneten 38. Osttransport vom Bahnhof Grunewald mit 406 Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie wurden alle umgebracht.

Zum Gedenken an die kleine Mara Markowska soll später ein Stolperstein verlegt werden.