Peter Julius Zoegall

Verlegeort
Thomasiusstraße 17
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
24. September 2015
Geboren
23. Juli 1935
Beruf
Schüler
Deportation
am 03. Februar 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Ermordet
im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
  • Stolperstein Peter Julius Zoegall

    Stolperstein Peter Julius Zoegall © OTFW

Der Junge Peter Zoegall wurde 1935 in Berlin geboren, bereits mitten in die Zeit der Anfeindungen gegen Juden. Seine Mutter, Käte Zoegall, war schon kurz nach Peters Geburt verwitwet. Wann und woran Peters Vater starb, ist ebenso unbekannt wie dessen Vorname. <br />
1937 zog Peters Mutter mit dem nun Zweijährigen zu ihren Eltern Max und Hulda Böhm in die Thomasiusstraße 17. <br />
Spätestens ab den 1940er Jahren musste Peters Mutter Käte bei der Firma Siemens-Schuckert für 23 RM Monatslohn täglich um die 10 Stunden Zwangsarbeit leisten. <br />
Der sechsjähige Peter erlebte im Frühling 1941 seine Einschulung in der 8. jüdischen Volksschule. Im Herbst desselben Jahres wurde sein Onkel, Werner Böhm, Bruder von Mutter Käte, im Alter von 35 Jahren nach Litauen ins Ghetto von Kowno deportiert und dort eine Woche nach der Ankunft durch die Einsatzgruppe A im Fort IX bei einer Massenerschießung ermordet. <br />
Peters Großeltern mussten im Sommer 1942 das Zuhause in der Thomasiusstraße verlassen, um sich in die Sammelstelle für Juden in der Gerlachstraße nahe dem Alexanderplatz zu begeben. Von dort aus wurden die beiden wenig später in das Lager Theresienstadt deportiert. Bereits zwei Wochen später wurden Peters Großeltern im Viehwaggon in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt und ermordet. Zur selben Zeit leistete Peters Mutter Käte noch immer Zwangsarbeit. <br />
Peter Zoegall war sieben Jahre alt, als man auch ihn zusammen mit seiner Mutter am 3. Februar 1943 im 28. Osttransport nach Auschwitz deportierte. Von den 952 Personen dieses Transports wurden an der Rampe in Auschwitz-Birkenau 181 Männer und 106 Frauen für arbeitsfähig befunden. Nur fünf von ihnen erlebten das Kriegsende. Alle anderen Verschleppten, darunter 82 Kinder bis 12 Jahre, wurden, wie Julius Zoegall und seine Mutter, sofort nach ihrer Ankunft in Auschwitz in der Gaskammer ermordet.<br />

Der Junge Peter Zoegall wurde 1935 in Berlin geboren, bereits mitten in die Zeit der Anfeindungen gegen Juden. Seine Mutter, Käte Zoegall, war schon kurz nach Peters Geburt verwitwet. Wann und woran Peters Vater starb, ist ebenso unbekannt wie dessen Vorname.
1937 zog Peters Mutter mit dem nun Zweijährigen zu ihren Eltern Max und Hulda Böhm in die Thomasiusstraße 17.
Spätestens ab den 1940er Jahren musste Peters Mutter Käte bei der Firma Siemens-Schuckert für 23 RM Monatslohn täglich um die 10 Stunden Zwangsarbeit leisten.
Der sechsjähige Peter erlebte im Frühling 1941 seine Einschulung in der 8. jüdischen Volksschule. Im Herbst desselben Jahres wurde sein Onkel, Werner Böhm, Bruder von Mutter Käte, im Alter von 35 Jahren nach Litauen ins Ghetto von Kowno deportiert und dort eine Woche nach der Ankunft durch die Einsatzgruppe A im Fort IX bei einer Massenerschießung ermordet.
Peters Großeltern mussten im Sommer 1942 das Zuhause in der Thomasiusstraße verlassen, um sich in die Sammelstelle für Juden in der Gerlachstraße nahe dem Alexanderplatz zu begeben. Von dort aus wurden die beiden wenig später in das Lager Theresienstadt deportiert. Bereits zwei Wochen später wurden Peters Großeltern im Viehwaggon in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt und ermordet. Zur selben Zeit leistete Peters Mutter Käte noch immer Zwangsarbeit.
Peter Zoegall war sieben Jahre alt, als man auch ihn zusammen mit seiner Mutter am 3. Februar 1943 im 28. Osttransport nach Auschwitz deportierte. Von den 952 Personen dieses Transports wurden an der Rampe in Auschwitz-Birkenau 181 Männer und 106 Frauen für arbeitsfähig befunden. Nur fünf von ihnen erlebten das Kriegsende. Alle anderen Verschleppten, darunter 82 Kinder bis 12 Jahre, wurden, wie Julius Zoegall und seine Mutter, sofort nach ihrer Ankunft in Auschwitz in der Gaskammer ermordet.