Wilhelm Goldstein

Verlegeort
Nassauische Str. 30
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
29. November 2005
Geboren
26. April 1885 in Stolp (Pommern) / Słupsk
Deportation
am 04. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
Biografie

Wilhelm Goldstein wurde am 26. April 1885 in Stolp in Hinterpommern (Słupsk, Polen), 18 km von der Ostseeküste entfernt, geboren. 

Im Jüdischen Adressbuch Berlin 1930/31 findet man drei Personen namens Wilhelm Goldstein: Einen Kaufmann in der Dircksenstraße 47, einen in der Joachim-Friedrich-Straße in Halensee und einen am Schleswiger Ufer 16. 

Seit dem 1. Mai 1937 wohnte Wilhelm Goldstein dann mit Gewissheit zur Untermiete bei den Frankenbachs in der Nassauischen Straße 30 im Gartenhaus Parterre in einem möblierten Zimmer für 18 RM im Monat.

Seit 1941 wurde er bei der Straßenreinigung als Arbeiter zur Zwangsarbeit für 26 RM wöchentlich verpflichtet. 

Nachdem die Untermieterin Luzie Niklas schon am 19. Januar 1942 nach Riga, und die Frankenbachs im August 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert worden waren, blieb Wilhelm Goldstein weiterhin in der Wohnung. Die Miete bezahlte er bis zum 15. Februar 1943. Am 27. Februar 1943 wurde er im Rahmen der „Fabrikaktion" bei der Arbeit festgesetzt und in einem Sammellager aufgefordert, eine Vermögenserklärung auszufüllen. Da er nichts besaß, war dies am 1. März 1943 schnell getan. 

Mit dem „34. Osttransport“ deportierte die Gestapo ihn am 4. März 1943 nach Auschwitz, wo sie ihn ermordeten. Er starb mit 58 Jahren.