Liselotte Jacoby

Verlegeort
Oranienburger Str. 46 /47
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2010
Geboren
09. September 1915
Deportation
am 02. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Lieselotte Jacoby © OTFW
    Lieselotte Jacoby © OTFW

    Lieselotte Jacoby © OTFW

Liselotte Jacoby kam am 9. September 1915 in Berlin zur Welt. Sie war die Tochter des Zahnarztes Dr. Ernst Jacoby und seiner Frau Ernestine (geb. Jacoby), die beide aus Königsberg (heute Kaliningrad / Russland) stammten. Zusammen mit ihren Eltern und ihrem drei Jahre älteren Bruder Wolfgang Adolf wohnte sie in der Oranienburger Straße 46/47, wo ihr Vater auch seine Praxis hatte.<br />
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Ihr Bruder musste sein Medizinstudium an der Friedrich-Wilhelms-Universität 1933 aufgrund des Ausschlusses jüdischer Studierender abbrechen. Er absolvierte anschließend eine Gesangsausbildung. Ob Liselotte Jacoby eine Ausbildung gemacht hat, ist nicht bekannt. Ab Ende Januar 1939 durfte ihr Vater aufgrund der „8. Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ nicht mehr als Zahnarzt arbeiten. Damals wohnten sowohl die inzwischen 24-jährige Liselotte als auch ihr Bruder Wolfgang noch bei den Eltern in der Oranienburger Straße.<br />
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Ernst und Ernestine Jacoby wurden am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert. Liselotte wohnte zuletzt zusammen mit ihrem Bruder in der Johannisstraße 8 bei Georg Selbiger zur Untermiete. Beide mussten Zwangsarbeit leisten, Liselotte bei Siemens, Wolfgang bei verschiedenen Berliner Betrieben.<br />
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Liselotte Jacoby wurde im Alter von 27 Jahren zusammen mit ihrem Bruder am 2. März 1943 mit dem „32. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. An der Rampe in Auschwitz wurden die Geschwister getrennt. Liselotte Jacoby wurde ermordet, ihr Todesdatum ist nicht bekannt.<br />
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Auch ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet, wohin sie am 16. Mai 1944 von Theresienstadt verschleppt wurden. Einzig Liselottes Bruder Wolfgang überlebte. Ihm gelang im Januar 1945 nach der Evakuierung des Lagers Auschwitz-Monowitz die Flucht. Er lebte bis zu seinem Tod 1987 in Westberlin.

Liselotte Jacoby kam am 9. September 1915 in Berlin zur Welt. Sie war die Tochter des Zahnarztes Dr. Ernst Jacoby und seiner Frau Ernestine (geb. Jacoby), die beide aus Königsberg (heute Kaliningrad / Russland) stammten. Zusammen mit ihren Eltern und ihrem drei Jahre älteren Bruder Wolfgang Adolf wohnte sie in der Oranienburger Straße 46/47, wo ihr Vater auch seine Praxis hatte.

Ihr Bruder musste sein Medizinstudium an der Friedrich-Wilhelms-Universität 1933 aufgrund des Ausschlusses jüdischer Studierender abbrechen. Er absolvierte anschließend eine Gesangsausbildung. Ob Liselotte Jacoby eine Ausbildung gemacht hat, ist nicht bekannt. Ab Ende Januar 1939 durfte ihr Vater aufgrund der „8. Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ nicht mehr als Zahnarzt arbeiten. Damals wohnten sowohl die inzwischen 24-jährige Liselotte als auch ihr Bruder Wolfgang noch bei den Eltern in der Oranienburger Straße.

Ernst und Ernestine Jacoby wurden am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert. Liselotte wohnte zuletzt zusammen mit ihrem Bruder in der Johannisstraße 8 bei Georg Selbiger zur Untermiete. Beide mussten Zwangsarbeit leisten, Liselotte bei Siemens, Wolfgang bei verschiedenen Berliner Betrieben.

Liselotte Jacoby wurde im Alter von 27 Jahren zusammen mit ihrem Bruder am 2. März 1943 mit dem „32. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. An der Rampe in Auschwitz wurden die Geschwister getrennt. Liselotte Jacoby wurde ermordet, ihr Todesdatum ist nicht bekannt.

Auch ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet, wohin sie am 16. Mai 1944 von Theresienstadt verschleppt wurden. Einzig Liselottes Bruder Wolfgang überlebte. Ihm gelang im Januar 1945 nach der Evakuierung des Lagers Auschwitz-Monowitz die Flucht. Er lebte bis zu seinem Tod 1987 in Westberlin.