Johanna Barschall geb. Loewenheim

Verlegeort
Westfälische Str. 85
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
21. September 2013
Geboren
04. März 1889
Deportation
am 19. Februar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
20. März 1943 in Auschwitz
  • Stolperstein für Johanna Barschall, Toto: OTFW
    Stolperstein für Johanna Barschall, Toto: OTFW

    Stolperstein für Johanna Barschall, Toto: OTFW

Johanna Barschall, geb. Loewenheim, war wahrscheinlich die Tochter von Jenny Loewenheim (siehe dort) und wurde am 4. März 1889 geboren. Ihr Mann Willi war 1939 mit der Bezeichnung Kaufmann/Papiergroßhandel und noch 1940 im Adressbuch eingetragen. Danach ist er nirgendwo mehr aufzufinden, nach Angaben seiner Frau war er gestorben. Ihr Sohn Karl-Heinz, der 1912 geboren wurde, konnte rechtzeitig emigrieren.<br />
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Johanna betrieb einen Bridgeclub in der Wielandstraße und lebte von den Einnahmen, weil faktisch jede andere Tätigkeit für Juden verboten war.1939 schrieb sie ihrem Sohn, dass sie gezwungen wurde, ihren Schmuck und sonstiges Silber abzuliefern und ihre Wertgegenstände versteigern zu lassen. Sie musste alles aufgeben und wurde ins Sammellager Große Hamburger Straße gebracht. Am 19. Februar 1943 wurde sie sich in einem mit 997 Menschen besetzten „Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Fast alle der Deportierten wurden in den Gaskammern ermordet.

Johanna Barschall, geb. Loewenheim, war wahrscheinlich die Tochter von Jenny Loewenheim (siehe dort) und wurde am 4. März 1889 geboren. Ihr Mann Willi war 1939 mit der Bezeichnung Kaufmann/Papiergroßhandel und noch 1940 im Adressbuch eingetragen. Danach ist er nirgendwo mehr aufzufinden, nach Angaben seiner Frau war er gestorben. Ihr Sohn Karl-Heinz, der 1912 geboren wurde, konnte rechtzeitig emigrieren.

Johanna betrieb einen Bridgeclub in der Wielandstraße und lebte von den Einnahmen, weil faktisch jede andere Tätigkeit für Juden verboten war.1939 schrieb sie ihrem Sohn, dass sie gezwungen wurde, ihren Schmuck und sonstiges Silber abzuliefern und ihre Wertgegenstände versteigern zu lassen. Sie musste alles aufgeben und wurde ins Sammellager Große Hamburger Straße gebracht. Am 19. Februar 1943 wurde sie sich in einem mit 997 Menschen besetzten „Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. Fast alle der Deportierten wurden in den Gaskammern ermordet.