Alice Rosenberg

Verlegeort
Große Hamburger Str. 29
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2006
Geboren
01. Januar 1911
Beruf
Kontoristin
Deportation
am 09. Dezember 1942 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Alice Rosenberg.
    Stolperstein für Alice Rosenberg. Foto: D. Janke.

    Stolperstein für Alice Rosenberg. Foto: D. Janke.

Alice Rosenberg kam am Neujahrstag 1911 in Schwetz an der Weichsel (heute: Świecie / Polen) in der damaligen Provinz Westpreußen zur Welt. Sie war das älteste Kind des jüdischen Ehepaares Gertrud (geb. Brenner) und Arthur Rosenberg. Beide Eltern und auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Ludwig Lutz wurden ebenfalls in Schwetz geboren. Der jüngste Bruder Heinz kam im Juni 1917 im etwa 50 Kilometer südlich gelegenen Thorn (Toruń) zur Welt. Mit ihren Eltern und Geschwistern zog Alice Rosenberg zunächst nach Frankfurt an der Oder und von dort nach Berlin-Mitte. Dort wohnte die Familie in einer 4-Zimmer-Wohnung in der Großen Hamburger Straße 29. Alice Rosenberg arbeitete nach Beendigung der Schule als Sekretärin und Stenotypistin, ihr Vater war Kaufmann, die Mutter Hausfrau.<br />
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Ihr Vater Arthur Rosenberg starb im März 1937 mit 58 Jahren. Die finanzielle Situation der Familie wurde nach dem Tod des Vaters und durch die zunehmende antisemitische Verfolgung immer schwieriger. Im Jahr 1938 musste Alice Rosenberg mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Lutz in eine deutlich kleinere Wohnung in der Krausnickstraße 17 umziehen. Ihr Bruder Heinz war zu diesem Zeitpunkt bereits nach Palästina emigriert, wohin ihm einige Zeit später auch Lutz folgte. Mit ihrer Mutter bewohnte sie zuletzt nur noch eines der beiden Zimmer ihrer Wohnung, in dem anderen mussten sie Untermieter unterbringen.<br />
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Zusammen mit ihrer Mutter wurde die damals 31-jährige Alice Rosenberg am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Todesdaten sind nicht bekannt.<br />
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Alice Rosenberg kam am Neujahrstag 1911 in Schwetz an der Weichsel (heute: Świecie / Polen) in der damaligen Provinz Westpreußen zur Welt. Sie war das älteste Kind des jüdischen Ehepaares Gertrud (geb. Brenner) und Arthur Rosenberg. Beide Eltern und auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Ludwig Lutz wurden ebenfalls in Schwetz geboren. Der jüngste Bruder Heinz kam im Juni 1917 im etwa 50 Kilometer südlich gelegenen Thorn (Toruń) zur Welt. Mit ihren Eltern und Geschwistern zog Alice Rosenberg zunächst nach Frankfurt an der Oder und von dort nach Berlin-Mitte. Dort wohnte die Familie in einer 4-Zimmer-Wohnung in der Großen Hamburger Straße 29. Alice Rosenberg arbeitete nach Beendigung der Schule als Sekretärin und Stenotypistin, ihr Vater war Kaufmann, die Mutter Hausfrau.

Ihr Vater Arthur Rosenberg starb im März 1937 mit 58 Jahren. Die finanzielle Situation der Familie wurde nach dem Tod des Vaters und durch die zunehmende antisemitische Verfolgung immer schwieriger. Im Jahr 1938 musste Alice Rosenberg mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Lutz in eine deutlich kleinere Wohnung in der Krausnickstraße 17 umziehen. Ihr Bruder Heinz war zu diesem Zeitpunkt bereits nach Palästina emigriert, wohin ihm einige Zeit später auch Lutz folgte. Mit ihrer Mutter bewohnte sie zuletzt nur noch eines der beiden Zimmer ihrer Wohnung, in dem anderen mussten sie Untermieter unterbringen.

Zusammen mit ihrer Mutter wurde die damals 31-jährige Alice Rosenberg am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Todesdaten sind nicht bekannt.