Rosa Schneller geb. Klein

Verlegeort
Große Hamburger Str. 29
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2006
Geboren
06. November 1889
Beruf
Buchhalterin
Deportation
am 12. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Rosa Schneller.
    Stolperstein für Rosa Schneller. Foto: D. Janke.

    Stolperstein für Rosa Schneller. Foto: D. Janke.

Rosa Schneller, geb. Klein, wurde am 6. Nov. 1889 in Barchau (heute Bacău/Rumänien) geboren. Aus der Ehe mit ihrem Ehemann Eli Schneller gingen die beiden Kinder Max und Charlotte hervor: Sie konnten sich kurz vor Ausbruch des Krieges 1939 mit einem Kindertransport nach England retten. <br />
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Familie Schneller wohnte nach dem Ersten Weltkrieg eine Zeitlang in einer Wohnung der Sophiengemeinde, Große Hamburger Str. 26. Später lebte sie am Eyke-von-Repkow-Platz 3 in Moabit. Von dort zog das Ehepaar – wohl erzwungenermaßen – zunächst ans Hansaufer und lebte dann zur Untermiete in zwei Zimmern der Wohnung von Max Marcus in der Wullenweberstr. 3. Von hier aus wurden sie deportiert. <br />
<br />
Rosa Schneller war vor ihrer Deportation im Haushalt von Dr. Lippmann Dossmar, Solinger Str. 3, beschäftigt gewesen. Ihr Ehemann Eli hatte – zusammen mit seinem nichtjüdischen Kompagnon – als Mitinhaber die Firma „Schneller & Schmieder“ betrieben. Seinen Anteil hatte er im Rahmen der zwangsweisen „Arisierung“ seinem vormaligen Partner übergeben müssen. Er war in den 1940er Jahren ehrenamtlich bei der „Reichvereinigung der Juden in Deutschland“ tätig.<br />
<br />
Viele der bei dieser Organisation engagierten und bis dahin noch unbehelligt gebliebenen jüdischen Einwohner wurden am 9. März 1943 festgenommen. Dieses Datum tragen auch die von Eli und Rosa Schneller wohl bereits in einem der Berliner Sammellager unterzeichneten Vermögenserklärungen, in denen alles zurückgelassene Eigentum und das Wohnungsinventar anzugeben war. <br />
<br />
Vom Sammellager aus verschleppte man Rosa und Eli Schneller mit dem „36. Osttransport“ drei Tage später nach Auschwitz, wo das Ehepaar wahrscheinlich bereits kurz nach Ankunft ermordet wurde.<br />
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Bei der Befreiung des Vernichtungslagers im Januar 1945 waren sie nicht unter den Überlebenden.

Rosa Schneller, geb. Klein, wurde am 6. Nov. 1889 in Barchau (heute Bacău/Rumänien) geboren. Aus der Ehe mit ihrem Ehemann Eli Schneller gingen die beiden Kinder Max und Charlotte hervor: Sie konnten sich kurz vor Ausbruch des Krieges 1939 mit einem Kindertransport nach England retten.

Familie Schneller wohnte nach dem Ersten Weltkrieg eine Zeitlang in einer Wohnung der Sophiengemeinde, Große Hamburger Str. 26. Später lebte sie am Eyke-von-Repkow-Platz 3 in Moabit. Von dort zog das Ehepaar – wohl erzwungenermaßen – zunächst ans Hansaufer und lebte dann zur Untermiete in zwei Zimmern der Wohnung von Max Marcus in der Wullenweberstr. 3. Von hier aus wurden sie deportiert.

Rosa Schneller war vor ihrer Deportation im Haushalt von Dr. Lippmann Dossmar, Solinger Str. 3, beschäftigt gewesen. Ihr Ehemann Eli hatte – zusammen mit seinem nichtjüdischen Kompagnon – als Mitinhaber die Firma „Schneller & Schmieder“ betrieben. Seinen Anteil hatte er im Rahmen der zwangsweisen „Arisierung“ seinem vormaligen Partner übergeben müssen. Er war in den 1940er Jahren ehrenamtlich bei der „Reichvereinigung der Juden in Deutschland“ tätig.

Viele der bei dieser Organisation engagierten und bis dahin noch unbehelligt gebliebenen jüdischen Einwohner wurden am 9. März 1943 festgenommen. Dieses Datum tragen auch die von Eli und Rosa Schneller wohl bereits in einem der Berliner Sammellager unterzeichneten Vermögenserklärungen, in denen alles zurückgelassene Eigentum und das Wohnungsinventar anzugeben war.

Vom Sammellager aus verschleppte man Rosa und Eli Schneller mit dem „36. Osttransport“ drei Tage später nach Auschwitz, wo das Ehepaar wahrscheinlich bereits kurz nach Ankunft ermordet wurde.

Bei der Befreiung des Vernichtungslagers im Januar 1945 waren sie nicht unter den Überlebenden.