Siegfried Jalowitz

Verlegeort
Kleine Alexanderstraße 12 /13
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2004
Geboren
17. Oktober 1895
Deportation
am 03. Februar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Siegfried Jalowitz © OTFW
    Siegfried Jalowitz © OTFW

    Siegfried Jalowitz © OTFW

Siegfried Jalowitz wurde am 17. Oktober 1895 in Kletzko/Posen (heute Kłecko) geboren und war mit Erna Jalowitz, geb. Gogowski, verheiratet, die ebenfalls aus Posen stammte. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Kurt Jalowitz, der 1925 in Berlin zur Welt kam. Siegfried Jalowitz war Inhaber eines Einzelhandelsgeschäfts für Textilwaren, das er zunächst bis 1926 in der Bayrischen Straße 6, später dann in der Brüsseler Straße betrieb, wo die Familie auch wohnte. Nach der „Kristallnacht“ zog die Familie zunächst zu Isidor Hirsch in die Kleine Alexanderstraße 12/13. Nach dessen Emigration wohnte sie seit Januar 1940 gezwungenermaßen zur Untermiete bei der Familie Leerhaupt in der Klopstockstraße 30. Erna Jalowitz war zuletzt als Zwangsarbeiterin bei Siemens-Gartenfeld beschäftigt. Nach Angaben der Großnichten von Siegfried Jalowitz geriet sein Sohn Kurt 1942 bei einem für Juden verbotenen Kinobesuch in eine Razzia; er kehrte nicht mehr nach Hause zurück. Er hatte unerlaubterweise den Stern nicht getragen. Mit dem „18. Osttransport“ vom 15. August 1942 wurde der 18-Jährige nach Riga deportiert, wo sich seine Spur verliert. Ein halbes Jahr später wurden Siegfried Jalowitz und seine Frau Erna mit dem „28. Osttransport“ vom 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert.

Siegfried Jalowitz wurde am 17. Oktober 1895 in Kletzko/Posen (heute Kłecko) geboren und war mit Erna Jalowitz, geb. Gogowski, verheiratet, die ebenfalls aus Posen stammte. Das Ehepaar hatte einen Sohn, Kurt Jalowitz, der 1925 in Berlin zur Welt kam. Siegfried Jalowitz war Inhaber eines Einzelhandelsgeschäfts für Textilwaren, das er zunächst bis 1926 in der Bayrischen Straße 6, später dann in der Brüsseler Straße betrieb, wo die Familie auch wohnte. Nach der „Kristallnacht“ zog die Familie zunächst zu Isidor Hirsch in die Kleine Alexanderstraße 12/13. Nach dessen Emigration wohnte sie seit Januar 1940 gezwungenermaßen zur Untermiete bei der Familie Leerhaupt in der Klopstockstraße 30. Erna Jalowitz war zuletzt als Zwangsarbeiterin bei Siemens-Gartenfeld beschäftigt. Nach Angaben der Großnichten von Siegfried Jalowitz geriet sein Sohn Kurt 1942 bei einem für Juden verbotenen Kinobesuch in eine Razzia; er kehrte nicht mehr nach Hause zurück. Er hatte unerlaubterweise den Stern nicht getragen. Mit dem „18. Osttransport“ vom 15. August 1942 wurde der 18-Jährige nach Riga deportiert, wo sich seine Spur verliert. Ein halbes Jahr später wurden Siegfried Jalowitz und seine Frau Erna mit dem „28. Osttransport“ vom 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert.