Wally Reimann geb. Rewald

Verlegeort
Solinger Straße 10
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
2003
Geboren
21. Mai 1895
Überlebt
  • Stolperstein für die Bewohner der Solinger Str. 10.
    Stolperstein für die Bewohner der Solinger Str. 10. Fotorechte: OTFW.

    Stolperstein für die Bewohner der Solinger Str. 10. Fotorechte: OTFW.

  • Stolperstein zum Schicksal der Bewohner Solinger Str. 10.
    Stolperstein zum Schicksal der Bewohner Solinger Str. 10. Fotorechte: OTFW.

    Stolperstein zum Schicksal der Bewohner Solinger Str. 10. Fotorechte: OTFW.

Wally Reimann kam als Wally Rewald am 21. Mai 1895 in Berlin zur Welt. Über ihr Leben und ihre Familie sind kaum Informationen überliefert. Von ihren Eltern ist nur bekannt, dass sie jüdisch waren. Wally Reimanns Ehe wurde 1933 geschieden, die einzige Information über ihren Ehemann ist, dass er nicht jüdisch war. Es ist nicht bekannt, ob sie Kinder hatte.<br />
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Es gelang Wally Reimann, offenbar auch mit Unterstützung ihres geschiedenen Ehemanns, im Versteck zu überleben. Im Rückerstattungsverfahren gab sie 1951 an: „Ende 1938 wurde mir als Jüdin die Wohnung in Berlin-Wilmersdorf, Hindenbergstr. 97 gekündigt und ich habe dann bis zum Jahre 1942 bei verschiedenen jüdischen Mietern als Untermieterin mich aufhalten können. Als im Juni 1942 für mich die Gefahr brennend wurde, von der Gestapo abgeholt zu werden, verschwand ich und lebte verborgen und unangemeldet und ohne Lebensmittelkarten eine Zeitlang bei einer Frau Alice Strom, Charlottenburg, Mommsenstr. 53, die sich das Leben nahm, als sie im März 1943 abgeholt werden sollte. Zeitweilig lebte ich verborgen bei einer Frau Else Kahl in Zehlendorf, Klein-Machnow, Hasenkampf 3.“<br />
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Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus lebte sie zeitweise in Fuhrberg bei Hannover und in Bochum sowie schließlich wieder in Berlin in der Uhlandstraße 31. Ihrem Rückerstattungsantrag zufolge haben Wally Reimann und ihr Mann nach 1945 wieder geheiratet.

Wally Reimann kam als Wally Rewald am 21. Mai 1895 in Berlin zur Welt. Über ihr Leben und ihre Familie sind kaum Informationen überliefert. Von ihren Eltern ist nur bekannt, dass sie jüdisch waren. Wally Reimanns Ehe wurde 1933 geschieden, die einzige Information über ihren Ehemann ist, dass er nicht jüdisch war. Es ist nicht bekannt, ob sie Kinder hatte.

Es gelang Wally Reimann, offenbar auch mit Unterstützung ihres geschiedenen Ehemanns, im Versteck zu überleben. Im Rückerstattungsverfahren gab sie 1951 an: „Ende 1938 wurde mir als Jüdin die Wohnung in Berlin-Wilmersdorf, Hindenbergstr. 97 gekündigt und ich habe dann bis zum Jahre 1942 bei verschiedenen jüdischen Mietern als Untermieterin mich aufhalten können. Als im Juni 1942 für mich die Gefahr brennend wurde, von der Gestapo abgeholt zu werden, verschwand ich und lebte verborgen und unangemeldet und ohne Lebensmittelkarten eine Zeitlang bei einer Frau Alice Strom, Charlottenburg, Mommsenstr. 53, die sich das Leben nahm, als sie im März 1943 abgeholt werden sollte. Zeitweilig lebte ich verborgen bei einer Frau Else Kahl in Zehlendorf, Klein-Machnow, Hasenkampf 3.“

Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus lebte sie zeitweise in Fuhrberg bei Hannover und in Bochum sowie schließlich wieder in Berlin in der Uhlandstraße 31. Ihrem Rückerstattungsantrag zufolge haben Wally Reimann und ihr Mann nach 1945 wieder geheiratet.