Leonore Blum geb. Blume

Verlegeort
Thomasiusstraße 15
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
24. Juni 2015
Geboren
08. April 1860
Deportation
am 14. September 1942 in das KZ Theresienstadt
Später deportiert
am 29. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka
Ermordet
29. September 1942 im Vernichtungslager Treblinka
  • Stolperstein Leonore Blum
    Stolperstein Leonore Blum © OTFW

    Stolperstein Leonore Blum © OTFW

Über die gebürtige Berlinerin Leonore Blum ist leider wenig bekannt. Vermutlich arbeitete sie oder ihr Mann in früheren Jahren für die Reichsschuldenverwaltung – von dort erhielt Frau Blum eine Rente von halbjährlich 600 Mark. <br />
Ihren letzten frei gewählten Wohnort in der Thomasiusstraße 15 musste Leonore Blum 1942 verlassen, als man sie in das Jüdische Altersheim in der Gerlachstraße 18/21, Nähe Alexanderplatz, verbrachte. Kurz zuvor war dieses Altersheim für anstehende Deportationen in ein Sammellager umfunktioniert worden. (http://www.stolpersteine-gegen-das…) Dorthin wurde Leonore Blum am 7. September 1942 durch einen Gerichtsvollzieher die Verfügung über die Einziehung ihres Vermögens zu Gunsten des Reiches überbracht. <br />
Eine Woche später, am 14. September 1942, wurde die 82-Jährige mit dem Alterstransport I/65 nach Theresienstadt deportiert. Doch dort war ihr Leidensweg nicht zuende. Leonore Blum wurde am 29. September 1942 von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort gleich nach der Ankunft ermordet.<br />
Im November 1942 wird ihr Besitz durch die Oberfinanzdirektion mit Sitz in Alt-Moabit bewertet und im März 1943 einer Händlerfirma übergeben. Diese überweist am 23. Juni 1943 für die Übernahme der letzten Habe von Leonore Blum 106,31 RM an die Oberfinanzkasse. Zwei Tage zuvor hatte die Vermögensverwertungsstelle des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg dem Hauptplanungsamt des Berliner Oberbürgermeisters „zum Zwecke der Weitervermietung oder (…) zur Beschlagnahme“ gemeldet, dass die Wohnung von Leonore Blum geräumt worden sei.<br />

Über die gebürtige Berlinerin Leonore Blum ist leider wenig bekannt. Vermutlich arbeitete sie oder ihr Mann in früheren Jahren für die Reichsschuldenverwaltung – von dort erhielt Frau Blum eine Rente von halbjährlich 600 Mark.
Ihren letzten frei gewählten Wohnort in der Thomasiusstraße 15 musste Leonore Blum 1942 verlassen, als man sie in das Jüdische Altersheim in der Gerlachstraße 18/21, Nähe Alexanderplatz, verbrachte. Kurz zuvor war dieses Altersheim für anstehende Deportationen in ein Sammellager umfunktioniert worden. (http://www.stolpersteine-gegen-das…) Dorthin wurde Leonore Blum am 7. September 1942 durch einen Gerichtsvollzieher die Verfügung über die Einziehung ihres Vermögens zu Gunsten des Reiches überbracht.
Eine Woche später, am 14. September 1942, wurde die 82-Jährige mit dem Alterstransport I/65 nach Theresienstadt deportiert. Doch dort war ihr Leidensweg nicht zuende. Leonore Blum wurde am 29. September 1942 von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort gleich nach der Ankunft ermordet.
Im November 1942 wird ihr Besitz durch die Oberfinanzdirektion mit Sitz in Alt-Moabit bewertet und im März 1943 einer Händlerfirma übergeben. Diese überweist am 23. Juni 1943 für die Übernahme der letzten Habe von Leonore Blum 106,31 RM an die Oberfinanzkasse. Zwei Tage zuvor hatte die Vermögensverwertungsstelle des Oberfinanzpräsidenten Berlin-Brandenburg dem Hauptplanungsamt des Berliner Oberbürgermeisters „zum Zwecke der Weitervermietung oder (…) zur Beschlagnahme“ gemeldet, dass die Wohnung von Leonore Blum geräumt worden sei.