Willi Neumann

Verlegeort
Thomasiusstraße 15
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
24. Juni 2015
Geboren
21. November 1884
Beruf
Inhaber einer Saatengroßhandlung
Zwangsarbeit
Metallarbeiter
Deportation
am 02. März 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz
Ermordet
im Vernichtungslager Auschwitz
  • Stolperstein Willi Neumann
    Stolperstein Willi Neumann © OTFW

    Stolperstein Willi Neumann © OTFW

Der Berliner Willi Neumann war verheiratet mit Berta Neumann, die nicht Jüdin war. 1918 wurde der Sohn Günter geboren. Die Ehe wurde vermutlich im Jahr 1924 geschieden. Der gemeinsame Sohn wuchs bei der Mutter auf. Willi Neumann kam aber weiter für den Unterhalt seiner Exfrau und für den des Sohnes auf. <br />
Willi Neumann war Kaufmann und betrieb als Inhaber offensichtlich sehr erfolgreich die „Saatengroßhandlung Willi W. Neumann“ an der Spandauer Brücke in Berlin-Mitte. Neumann war zudem Mitglied und Schiedsrichter im Verein Berliner Getreide- und Produktenhändler.<br />
Im Februar 1938 wurde Willi Neumann wegen seiner jüdischen Abstammung gezwungen, aus der eigenen Firma auszuscheiden, die von nunan durch einen Mitinhaber weitergeführt wurde. <br />
Willi Neumann gründete unter dem Namen Wolf Neumann eine neue Firma, die er jedoch kurze Zeit später aufgeben musste, als er die Zulassung bei der Berliner Getreide- und Produktenbörse verlor. Durch die schrittweise Auflösung seiner Lebensgrundlage war Willi Neumann mehrfach gezwungen, seine Wohnung aufzugeben. Zuerst zog er deshalb von der Klopstockstraße 22 in die Thomasiusstraße 15. Später konnte Neumann auch hier seine Wohnung nicht mehr alleine bewohnen. So lebte er zum Schluss als Untermieter bei seinen jüdischen Nachbarn im Gartenhaus derselben Adresse. Zu dieser Zeit leistete Willi Neumann Zwangsarbeit als Metallarbeiter. <br />
Am 2. März 1943 wurde Willi Neumann im Rahmen der sogenannten Fabrik-Aktion mit dem 32. Osttransport in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Wo und wann genau er ermordet wurde, ist nicht bekannt.<br />

Der Berliner Willi Neumann war verheiratet mit Berta Neumann, die nicht Jüdin war. 1918 wurde der Sohn Günter geboren. Die Ehe wurde vermutlich im Jahr 1924 geschieden. Der gemeinsame Sohn wuchs bei der Mutter auf. Willi Neumann kam aber weiter für den Unterhalt seiner Exfrau und für den des Sohnes auf.
Willi Neumann war Kaufmann und betrieb als Inhaber offensichtlich sehr erfolgreich die „Saatengroßhandlung Willi W. Neumann“ an der Spandauer Brücke in Berlin-Mitte. Neumann war zudem Mitglied und Schiedsrichter im Verein Berliner Getreide- und Produktenhändler.
Im Februar 1938 wurde Willi Neumann wegen seiner jüdischen Abstammung gezwungen, aus der eigenen Firma auszuscheiden, die von nunan durch einen Mitinhaber weitergeführt wurde.
Willi Neumann gründete unter dem Namen Wolf Neumann eine neue Firma, die er jedoch kurze Zeit später aufgeben musste, als er die Zulassung bei der Berliner Getreide- und Produktenbörse verlor. Durch die schrittweise Auflösung seiner Lebensgrundlage war Willi Neumann mehrfach gezwungen, seine Wohnung aufzugeben. Zuerst zog er deshalb von der Klopstockstraße 22 in die Thomasiusstraße 15. Später konnte Neumann auch hier seine Wohnung nicht mehr alleine bewohnen. So lebte er zum Schluss als Untermieter bei seinen jüdischen Nachbarn im Gartenhaus derselben Adresse. Zu dieser Zeit leistete Willi Neumann Zwangsarbeit als Metallarbeiter.
Am 2. März 1943 wurde Willi Neumann im Rahmen der sogenannten Fabrik-Aktion mit dem 32. Osttransport in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Wo und wann genau er ermordet wurde, ist nicht bekannt.